Gewinnspiel

Bei unserer sechsteiligen Pilz-Serie gibt es auch etwas zu gewinnen. Wer alle drei Fragen richtig beantwortet, kann hochwertige Küchengeräte, gesponsert vom "Media Markt am Pfahlberg", gewinnen.


Frage 1: Welcher sehr giftige Pilz führt zu Leberschäden und wird oft mit Champignons verwechselt:
a) Pantherpilz
b) Satanspilz
c) Grüner Knollenblätterpilz

Frage 2: Welche Pilze sind in unserer Region besonders stark radioaktiv belastet?
a)Maronen
b)Parasolpilze
c)Steinpilze

Frage 3: Welche Pilze wachsen nur im Frühjahr
a) Steinpilze
b) Morcheln
c) Maronen

Schicken Sie uns Ihre Antworten (pro Frage eine) bis zum 5. September an: Volksstimme, Redaktion Ratgeber Stichwort "Pilz-Serie" Bahnhofstr. 17, 39104 Magdeburg.

Die Jahreszeiten
Nicht nur zur Hauptsaison von Juli bis September wachsen Pilze in unserer Region. Über das ganze Jahr verteilt haben unterschiedliche Pilzarten Saison:

Dezember bis Februar:
Samtfußrübling
Austernseitling
Wintertrompetenschnitzling
Bereifter Trichterling

März und April:
Märzschneckling
Böhmische Glockenmorchel
Grünblättriger Schwefelkopf
Bereifter Trichterling
Lärchentrichterling
Glänzender Schwarzborstling
Milder Kiefernzapfenrübling
Fichtenzapfenrübling
Riesenlorchel
Schildförmige Scheibenlorchel
Graublättriger Schwefelkopf
Frühlings-Giftrötling
Speisemorchel
Spitzmorchel

Mai und Juni:
Waldfreundrübling
Eichensteinpilz
Pokal-Rippenbecherling
Kiefersteinpilz
Struppiger Risspilz
Maipilz
Falber Weichritterling
Frühlingsschüppling
Großspor. Champignon
Anischampignon
Ziegelroter Risspilz
Nelkenschwindling
Frühlingsschüppling
Wiesenchampignon
Lilablättriger Faserling
Stockschwämmchen
Brauner Dachpilz
Küchenschwindling
Schuppiger Schwarzfußporling
Frühlings-Rötling

Juli bis September:
alle Arten

Oktober und November:
Violetter Rötelritterling
Fuchsiger Trichterling
Lärchenschneckling
Grünling
Schneepilz
Graublättriger Erdritterling
Frostschneckling
Lilastieliger Rötelritterling
Becherförmiger Korkstacheling
Später Zwergknäueling

Quelle: Landesverband der Pilzsachverständigen Sachsen-Anhalt

Magdeburg l Der Juli war für Jürgen Karassek ein harter Monat. Denn bei der trockenen Hitze wollte kaum ein Pilz aus dem Boden sprießen. "Pilze lieben es feucht und warm", erklärt der leidenschaftliche Pilzsammler aus Magdeburg. Er hofft nach den letzten Regengüssen auf eine gute Pilzernte im August. Dann wird er auch als Pilzberater mehr zu tun bekommen.

Seit zwölf Jahren hilft der geprüfte Sachverständige ratlosen Pilzsuchern dabei, giftige und essbare zu erkennen. Das ist nicht einfach, denn tödliche und schmackhafte unterscheiden sich manchmal nur minimal, beispielsweise Anis-Champignons und der grüne Knollenblätterpilz. Während die Champignons eine leckere Pilzpfanne ergeben, führt der Verzehr des Knollenblätterpilzes zu schweren Leberschäden.

"Deshalb sollte man nur Pilze essen, bei denen man hundertprozentig sicher ist", rät er. In der Volksstimme-Serie wird er über die häufigsten Verwechslungen, die Schadstoffbelastung, die Verarbeitung von Pilzen sowie seine Tätigkeit als Pilzberater informieren.

Die Ausrüstung: Wenn Jürgen Karassek loszieht, um Pilze zu sammeln, hat er Folgendes dabei: einen Spankorb und ein Messer. "Mehr braucht man nicht", sagt er. Er besitzt zwar ein richtiges Pilzmesser mit verschiedenen Schneiden, einem Pinsel und einer Größenskala, doch das hält er eher für Spielerei. "Wichtiger ist es, langärmlige Sachen zu tragen, um sich vor Zecken zu schützen, die sitzen oft im Gras", erklärt er.

Der Standort: "Es wird immer schwieriger, gute Pilzstellen zu finden", berichtet Jürgen Karassek. Zum einen würde das Wild immer mehr wegfressen, zum anderen wachse immer mehr Gras zwischen den Bäumen, zum Beispiel bei Mahlwinkel. Das sei dann eher ungünstig. Grundsätzlich sei Mischwald mit verschiedenen Baumarten günstiger als eine Kiefernschonung. Karassek hat aber auch schon Pilze auf Friedhöfen, Grünstreifen in der Innenstadt und anderen ungewöhnlichen Plätzen gefunden.

Die Ernte: Hat er einen essbaren Pilz gefunden, dreht er den Stiel vorsichtig aus dem Boden. "Wenn dabei ein Loch entsteht, sollte man es zudrücken", erklärt er. Denn so bleibe das wichtige Mycel, das Wurzelgeflecht des Pilzes, im Boden, und könne neue Pilze sprießen lassen. "Aber auch Abschneiden kurz über dem Boden ist in Ordnung", sagt der Pilzberater.

Er reinigt den Pilz dann vor Ort von Erde, Laub und Fraßstellen und lässt die Reste an Ort und Stelle liegen. "Das ist Nahrung für Tiere, außerdem gelangen wieder Sporen in den Boden", erklärt Karassek. So werde dafür gesorgt, dass in den nächsten Jahren noch Pilze an der Stelle wachsen würden.