Magdeburg (use) l Epilepsien zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Nach Angaben der Deutschen Epilepsievereinigung sind deutschlandweit über 500.000 Menschen von diesen Anfallsweisen betroffen. Allein in Sachsen-Anhalt leben schätzungsweise 16.800 Menschen mit Epilepsie. Dennoch ist in der Öffentlichkeit relativ wenig darüber bekannt. "Es handelt sich um eine Erkrankung des Gehirns, bei der unregulierte elektrische Entladungen auftreten", so Dr. Friedhelm C. Schmitt, Leiter der Epileptologie an der Magdeburger Universitätsklinik für Neurologie. Für Betroffene sowie für Angehörige ist Epilepsie eine enorme Beeinträchtigung. Die Angst, in der Öffentlichkeit bewusstlos zu werden oder die Kontrolle über die Funktionen des eigenen Körpers zu verlieren, ist ein ständiger Begleiter. Psychische Probleme, wie depressive Beschwerden oder Angststörungen, sind oft die Folge.

Veranstaltungen für Betroffene und Angehörige

Anlässlich des Tages der Epilepsie, der von der Deutschen Epilepsievereinigung seit 1996 alljährlich am 5. Oktober begangen wird, gibt es auch eine Reihe von Veranstaltungen für Betroffene und deren Angehörige: Das Magdeburger Universitätsklinikum veranstaltet am nächsten Dienstag (7. Oktober) ein Telefonforum zu Epilepsien. Von 16 bis 18 Uhr sind die Ärzte Friedhelm C. Schmitt, Leiter der Epileptologie, Peter Körtvelyessy, Facharzt für Neurologie, und Prof. Gerhard Jorch, Direktor der Universitätskinderklinik, unter den Rufnummern (0391) 6721661, 6721662 und 6724001 zu erreichen.

Am Sonnabend (11. Oktober) können Besucher die neuen Vereinsräume der Beratungsstelle des Landesverbandes der Epilepsievereinigung in Magdeburg (Otto-von-Guericke-Str. 86a) besichtigen. Am gleichen Tag um 12 Uhr wird in den Oli-Lichtspielen Magdeburg (Olvenstedter Straße 25) der Film "Control" vorgestellt. Er beschreibt die Lebensgeschichte des Musikers Ian Curtis, der unter einer Epilepsie litt.