Ein Leser aus Calvörde fragt: Warum ist es bei Mopeds nötig, jedes Jahr ein neues Versicherungsschild zu kaufen und zu montieren? Warum kann nicht wie bei Pkws das Kennzeichen bleiben und nur die Versicherung jedes Jahr neu abgebucht werden?

Es antwortet Hans-Jörg Kurth, Abteilungsdirektor Kraftfahrt der ÖSA Versicherungen: "Das ist in der Fahrzeug-Zulassugsverordnung (§§ 3 FZV, 1 PflVG) geregelt. Bei motorisierten Zweirädern bis 50 Kubikzentimeter Hubraum und maximal 50 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit verzichtet der Gesetzgeber auf das bei höher motorisierten Fahrzeugen übliche umfangreiche Zulassungsverfahren mit einem amtlichen Kennzeichen.

Stattdessen müssen Mopeds, Mofas, E-Bikes und Quads nur ein Versicherungskennzeichen führen, das Mopedschild. Wenn der Versicherer es herausgibt, ist damit auch die "Zulassung" des Fahrzeugs, auf das es geschraubt wird, erledigt.

Daher sind die Versicherer verpflichtet, nach den Fahrzeugpapieren zu fragen, wenn ein Moped neu bei ihnen versichert wird, und die Daten aller versicherten Fahrzeuge jedes Jahr zentral an die Zulassungsbehörde zu melden.

Die FZV hat festgelegt, dass ein Versicherungskennzeichen generell nur ein Jahr gültig ist, beginnend immer am 1. März. Um das kenntlich zu machen, wechselt jährlich die Farbe des Mopedschilds. Ein Dauerschild wäre aus Sicht einer Versicherung kein Problem, passt aber mit dem vereinfachten Zulassungsverfahren nicht zusammen.