Magdeburg (rgm). Am Montag, 28. Februar, findet zum vierten Mal in fast 30 Nationen der "Tag der Seltenen Erkrankungen" statt. Anliegen ist es, in der Öffentlichkeit stärker auf Probleme der Betroffenen aufmerksam zu machen. Das Universitätsklinikum Magdeburg beteiligt sich zum zweiten Mal und bietet von 11 bis 14 Uhr Vorträge und Erfahrungsaustausch an. Außerdem wird eine Ausstellung eröffnet. Veranstaltungsort ist der Hörsaal der Kinderklinik (Haus 10) in der Leipziger Straße 44.

Eingeleitet wird das Programm mit Kurzvorträgen von Ärzten unterschiedlicher Fachgebiete, wie Kinderchirurgie, Kinder- und Geburtsmedizin sowie Humangenetik.

Insgesamt leben in Deutschland etwa vier Millionen Menschen mit einer seltenen Erkrankung. Viele Betroffene haben sich in Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen. An dem Aktionstag in Magdeburg beteiligen sich mehrere Selbsthilfeorganisationen und laden zum Erfahrungsaustausch ein. Vertreten sind zum Beispiel die Regionalgruppen Neurofibromatose, CFS (Chronisches Erschöpfungssyndrom), Syringomyelie, Klippel-Feil-Syndrom, Fibromyalgie, Prader-Willi-Syndrom, Myasthenie, Morbus Crohn, Spina bifida und ADHS.

Organisiert wird der "Tag der Seltenen Erkrankungen" in Magdeburg vom Fehlbildungsmonitoring Sachsen-Anhalt, einer Einrichtung, die durch das Ministerium für Gesundheit und Soziales finanziert wird und an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität angegliedert ist. Weitere Auskünfte zum Aktionstag gibt es unter Telefon (0391) 6714174.

Die Ausstellung trägt den Titel "Selten und Besonders" und zeigt Aufnahmen von Mechthild Gold, die seit mehr als 30 Jahren in der Uni-Frauenklinik Magdeburg als Fotografin tätig ist. Sie hat auf sehr sensible und anrührende Weise Aufnahmen von Babys mit angeborenen körperlichen Fehlbildungen gemacht. Die Ausstellung kann noch bis zum 7. März 2011 im Eingangsbereich des Klinikgebäudes Haus 60a besichtigt werden.

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