Frankfurt/Main (dapd). Vor dem Start in die neue Saison rät der Automobilclub von Deutschland (AvD) Oldtimer-Besitzern, die Fahrzeugtechnik intensiv zu prüfen. Wichtig sei, alle Betriebsflüssigkeiten zu kontrollieren, sagt ein AvD-Sprecher in Frankfurt am Main. Wurde das Fahrzeug länger als sechs Monate nicht bewegt, sollte ein Ölwechsel durchgeführt werden. Denn Öle altern auch ohne mechanische oder thermische Belastung. Die Korrosionsschutzadditive lassen nach.

Zudem sollte aus Sicherheitsgründen immer die Bremsanlage unter die Lupe genommen werden. Eventuell müsse auch die Bremsflüssigkeit ausgetauscht werden – je nach gemessenem Wassergehalt. Je weiter der Wassergehalt steigt und sich der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit dementsprechend nach unten verlagert, desto schlechter ist die Qualität der Flüssigkeit. Das bedeutet, desto schlechter kann der vom Pedal ausgehende Bremsdruck an den Radbremszylinder übertragen werden.

Der AvD weist zudem darauf hin, dass sich in die Oldtimer-Garage ungebetene Gäste wie Marder eingeschlichen haben könnten. Gummiteile, Kabel und Leitungen – insbesondere im Motorraum – sollten deshalb gründlich untersucht und falls erforderlich ausgetauscht werden. Auch der Kabelbaum sollte einer Sichtprüfung unterzogen werden. Mängel könnten Kurzschlüsse auslösen und die Fahrer in gefährliche Situationen bringen.

Vor dem ersten Anlassen hilft laut AvD zudem, Zündkerzen und Stecker zu reinigen. Sind die Kerzen einmal ausgebaut, lässt sich der Motor mithilfe des Anlassers leicht durchdrehen, und über die mitarbeitende Ölpumpe kann Schmierstoff in den Kreislauf und an die zu schmierenden Lagerstellen gebracht werden. So wird beim Starten des Motors der notwendige Öldruck – vor allem nach langer Standzeit - schneller aufgebaut. Sollte der Motor nicht gleich anspringen, kann Kontaktspray helfen.