Neustadt ( ddp ). Glücksklee ist in Deutschland eine beliebte Topfpflanze. Mit der richtigen Pflege hält sich der Klee lange in der Wohnung, darüber hinaus eignet er sich sogar für das Auspflanzen in den Garten. Das aus Mexiko stammende Gewächs zählt allerdings zu den nicht-winterharten Arten, wie die Gartenakademie Rheinland-Pfalz mitteilt.

Die langgestielten Blätter können bis zu 25 Zentimeter hoch werden. Sie sind immer vierteilig und zeigen eine deutlich abgesetzte braune Zone auf hellgrünem Grund. Abends schließen sie sich schirmartig. Am Grund der Pflanze befindet sich eine verdickte essbare Wurzel, die im Herbst von mehreren Brutzwiebeln umgeben ist. Im Sommer erscheinen Blütenstände mit fünf bis zwölf weißen oder rosa bis roten Blüten, je nach Zuchtform. Nach der Blüte brauchen die Pflanzen eine Ruhephase von zirka acht Wochen : In dieser Zeit erhalten sie kein Wasser und stehen im Idealfall bei etwa acht Grad Celsius. Im Zimmer ist ein heller Standort ideal, der aber nicht zu warm sein sollte. Geeignet sei zum Beispiel ein Nordfenster, damit die Triebe nicht zu lang und damit zu weich werden, empfehlen die Experten.

Pflanze nicht mit Wasser überspritzen

Man sollte die Pflanzen mäßig feucht halten und sie nicht mit Wasser überspritzen, sonst kann es Fäulnis geben. Bei zehn bis 15 Grad Celsius kann der Glücksklee problemlos längere Zeit stehen bleiben und nach den Nachtfrösten in den Garten gepflanzt werden. Hier sollte der Standort halbschattig sein. Glücksklee ist auch als Zwiebel erhältlich. Die Zwiebeln können dann im Frühjahr in den Garten in einen wasserdurchlässigen Boden mit einem guten Humusgehalt gepflanzt werden. Alternativ sind auch Töpfe mit Torf-Sandgemisch gut geeignet. Der Pflanzabstand der Zwiebeln sollte 10 bis 15 Zentimeter betragen, die Pflanztiefe liegt bei fünf Zentimetern. Nach gutem Angießen erscheinen schon nach sechs Wochen Blätter und Blüten, die dann den ganzen Sommer durchblühen. Die Fachleute empfehlen eine wöchentliche Volldüngergabe. Die Knöllchen können bis zu fünf Jahre im Boden bleiben. Dann sollten sie herausgenommen und geteilt werden, um sie erneut zu pflanzen. Da sie nicht winterhart sind, brauchen sie im Freien aber unbedingt einen Frostschutz durch Tannenzweige, Kompost und Laub.

Glücksklee zählt zu den typischen Glückspflanzen wie Kamelien und Azaleen, die vor allem im asiatischen Raum für ein glückliches langes Leben stehen. Dass die vierblättrigen Kleeblätter Glück verheißen, liege daran, dass vier Blätter sehr selten seien, erklärt die Gartenakademie.