Hamburg ( rgm ). Deutsche Windows-Nutzer haben jetzt die Wahl : Seit gestern können sie entscheiden, welcher Browser parallel zum Betriebssystem eingerichtet wird. Software-Hersteller Microsoft bietet Verbrauchern neben dem hauseigenen Internet Explorer elf weitere Programme als Alternativen an. Das US-Unternehmen hatte im Dezember auf Druck der Europäischen Kommission zugesagt, den Zugang zu anderen Browsern zu erleichtern.

" Für den Nutzer ergibt sich daraus mehr Sicherheit bei der Internetnutzung sowie eine wesentlich größere Auswahl ", erläutert Rafaela Möhl vom Onlinemagazin teltarif. de. Während sich die Browser in ihren Grundfunktionen stark ähneln, gibt es dennoch ein paar Unterschiede – beispielsweise in der Geschwindigkeit, mit der die Internetseiten aufgebaut werden oder in der Qualität der Darstellung. " Der Internet Explorer hat mit der aktuellen Version zwar in der Vielfalt der Funktionen aufgeholt, ist im Vergleich aber recht langsam und hinkt auch bei der korrekten Darstellung von Websites hinterher ", so Möhl. Eine schnellere, solide Alternative ist der mittlerweile sehr verbreitete Firefox. Er bietet zudem besonders viele Möglichkeiten, ihn mittels Erweiterungen an die Bedürfnisse des Nutzers anzupassen – beispielsweise für eine komfortablere Nutzung von sozialen Netzwerken, einen schnellen Wetterbericht oder das Übersetzen von Internetseiten.

Noch schneller als der Firefox sind Googles Chrome, Apples Safari und Opera. Letzterer bietet sich zudem vor allem für Nutzer mit langsamer Internetverbindung an, da die Daten bei der Übertragung deutlich komprimiert werden können.

Rafaela Möhl empfiehlt, mehr als einen Browser auf dem Computer zu installieren und zu nutzen. " Insbesondere, wenn für einen der Browser eine Sicherheitslücke auftaucht, kann man dann auf eine Alternative zurückgreifen. " Außerdem lasse sich durch die Nutzung verschiedener Browser herausfinden, mit welcher Variante man am besten zurecht kommt und welche Funktionen man wirklich benötigt.