Magdeburg ( rgm ). Zu einem Vortrag mit dem Titel " Früherkennung und Prävention von Psychosen – zum aktuellen Stand der Forschung " lädt die Magdeburger Universitätsklinik für Psychiatrie ein. Er beginnt morgen um 17 Uhr im Zentralen Hörsaal ( Haus 22 ) auf dem Gelände des Universitätsklinikums Magdeburg, Leipziger Straße 44. Referent ist Privatdozent Dr. Stephan Ruhrmann, Oberarzt der Uni-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Köln. Angesprochen sind niedergelassene und klinisch tätige Psychiater, Psychologen, Allgemeinmediziner, aber auch die interessierte Öffentlichkeit.

Dem erstmaligen Auftreten typisch schizophrener Symptome gehen in der Regel monate- bis jahrelange Vorlaufstadien ( Prodromalphasen ) voraus, die wegen ihres unspezifischen Charakters oft nicht erkannt werden. Die meisten Patienten kommen erst dann in Behandlung, wenn sie schon deutlich erkennbar psychotisch erkrankt sind. Ein früher Behandlungsbeginn verbessert jedoch die Prognose erheblich. Daher bekam in den letzten Jahren die Früherkennung von Psychosen einen immer wichtiger werdenden Stellenwert.

Dr. Stephan Ruhrmann leitet das Früherkennungsund Therapiezentrum ( FETZ ) Köln. Das FETZ Köln ist die erste Einrichtung dieser Art, die in Deutschland gegründet wurde. In zahlreichen klinisch-wissenschaftlichen Studien konnte an diesem Zentrum der Stellenwert der Früherkennung und Prävention von Psychosen belegt werden.