Der ADAC hat im Rahmen von EuroTest 101 Rastplätze in 16 Ländern entlang der Autobahnen untersucht, 20 davon in Deutschland. Nur elf davon bekamen die Bestnote " sehr gut ". Sie liegen alle im Ausland : fünf in Österreich, drei in Kroatien und je einer in Schweden, Italien und Ungarn. Deutsche Rastplätze bekamen durchweg schlechte Noten bei der Sicherheit.

München ( dpa / ddp / rgm ). Dunkel und verdreckt sind viele Parkplätze am Rande deutscher Autobahnen. Bei einem Test des ADAC schnitt ein Viertel der überprüften Anlagen mit " mangelhaft " oder schlechter ab. Acht Rastplätze schnitten immerhin mit der Gesamtbewertung " gut " ab, sieben kamen auf ein " ausreichend ". Fünf Anlagen fi elen glatt durch : vier davon mit " mangelhaft " – Deutschmeister ( Ost ) an der A 93 in Bayern, Leubas ( Ost ) an der A 7 ebenfalls in Bayern, Blievenstorf ( Süd ) an der A 24 in Mecklenburg-Vorpommern sowie Logebachtal ( West ) an der A 3 in Nordrhein-Westfalen. Testverlierer mit " sehr mangelhaft " ist Theilheim ( Nord ) an der A 3 in Bayern. Damit sind die deutschen Anlagen deutlich schlechter als die in den meisten europäischen Nachbarländern. Für die Sicherheit gab es schlechte Noten Durchweg schlechte Noten erhalten alle Anlagen für die Sicherheit.

Die Probleme der deutschen Rastplätze bestehen vor allem darin, dass sie nicht ausreichend beleuchtet sind. Richtig hell und somit auch nachts gefahrlos benutzbar ist nur eine Anlage ( Dätgen A 7 ), weitere zwei ( Binshof A 61 und Sperbes A 9 ) verfügen wenigstens über eine mittelmäßige Ausleuchtung. Der Rest liegt teilweise im Dunkeln oder ist nur rund um das Toilettengebäude dürftig beleuchtet. Eine Videoüberwachung, wie man sie in Österreich häufig antrifft, gibt es bei uns nicht.

In Sachen Hygiene haben die Tester bei drei Viertel der Anlagen etwas zu beanstanden. Während die Außenanlagen meist noch in Ordnung sind, sind die Toiletten häufi g stark verschmutzt.

Testsieger in Deutschland sind die Anlagen Sperbes Ost an der A 9, Am Steinberg Nord an der A 4, Hagen West an der A 9, Binshof Nord an der A 61, Sunderblick Nord an der A 1, Holsterhausen Ost an der A 31, Martinsberg Süd an der A 96 und Bückethaler Knick Nord an der A 2. Alle erhalten die Endnote " gut ". Schlechtester Autobahnparkplatz im Test ist Theilheim Nord an der bayerischen A 3 mit der Note " sehr mangelhaft ". " Sehr gute " Parkplätze gibt es nur im Ausland.

Wie nach Ansicht der ADACTester ein optimaler Rastplatz aussehen sollte, zeigt der Testsieger, der Rastplatz Gaishorn an der österreichischen A 9 ( Pyhrnautobahn ) zwischen Treglwang und Trieben. Die Anlage ist nicht nur sehr gut gepflegt und landschaftlich reizvoll gelegen, mit Picknickplätzen und Klettergarten ausgestattet. Sie verfügt auch über sehr saubere, behindertengerechte Toiletten mit Wickelraum und Dusche. Nachts ist sie gut beleuchtet und verfügt über Videoüberwachung und Notruf.

Weitere " sehr gute " Anlagen gibt es vier Mal in Österreich, drei Mal in Kroatien und je ein Mal in Schweden, Italien und Ungarn.

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