Magdeburg (dpa/sa) - Die Zahl der Barbiergeschäfte in Sachsen-Anhalt nimmt zu. Nachdem 2012 und 2013 noch drei und vier derartige Geschäfte eine Zulassung erhielten, waren es 2015 schon elf, in diesem Jahr bislang zehn. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Daniel Sturm hervor. Der überwiegende Teil entfalle auf die Stadt Halle.

Barbiergeschäfte und Föhnbars dürfen nur ein beschränktes Angebot vorhalten und brauchen im Gegensatz zu Handwerksbetrieben mit mindestens einem Meister oder Altgesellen keine Zulassung der Handwerkskammer. Sie locken mit günstigen Preisen.

Verdrängen die Barbiergeschäfte klassische Friseurgeschäfte?, wollte der CDU-Abgeordnete Sturm wissen. "Für eine Verdrängung von Friseurgeschäften in Sachsen-Anhalt gibt es seitens der Landkreise und kreisfreien Städte keine Hinweise", antwortete die Landesregierung. Die Zahl der Friseur-Unternehmen im Handwerk sei weitgehend stabil. 2012 etwa habe es im Land rund 1990 Friseur-Unternehmen gegeben, im vergangenen Jahr rund 1980.

Insgesamt aber sei das Friseur-Handwerk im Wandel. Die Unternehmensstrukturen entwickelten sich zu immer mehr kleinen oder sehr großen Betrieben, sogenannten Filialisten.

Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Daniel Sturm zu Barbiergeschäften