Die Performance Martin Tomczyk ist weiterhin über alle Zweifel erhaben. Erneut leistete er seiner Mannschaft im Titelkampf wertvolle Dienste.

27 Punkten aus den letzten vier Rennen: Kein DTM-Pilot präsentierte sich seit dem vierten Saisonlauf in Zandvoort erfolgreicher als Martin Tomczyk. Nach einem Saisonstart voller Pleiten, Pech und Pannen hat sich der Bayer beständig aus seinem Zwischentief herausgearbeitet - und präsentiert sich im Titelkampf als regelrechte Geheimwaffe für die Ingolstädter: Wie schon im Brands-Hatch-Rennen machte er im heutigen Qualifying ausgerechnet der Mercedes-Speerspitze im Titelkampf, Gary Paffett, einen Strich durch die Rechnung.

So verdrängte Tomczyk Paffett in letzter Paffett aus dem finalen Schlagabtausch der Top 4 - und betrieb für die bereits ausgeschiedenen Teamkollegen Timo Scheider und Mattias Ekström wertvolle Schadensbegrenzung. "Mein Auto wurde immer besser, als die Streckentemperatur höher wurde. Das war für mich der Schlüssel zum Erfolg", sagte Tomczyk, der heute erneut hoch in der Gunst von Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich stand. "Die Zeit, die Tom in der dritten Session gefahren ist, war extrem stark, aber auch ich habe es noch geschafft, in die Top 4 vorzustoßen."

Dass er am Ende trotz aufsteigender Formkurve auch Paul di Resta den Vortritt lassen musste und nur auf Startplatz drei kam, führt Tomczyk auf die Nachwehen der dritten Session zurück: "Ich habe auf gebrauchten Reifen auf meinem letzten Versuch in Q4 noch das Maximum herausgeholt, nachdem ich in Q3 gleich zwei Reifensätze aufbrauchen musste." Ebenso wie Pole-Inhaber Tom Kristensen stellt auch der vierfache DTM-Rennsieger persönliche Ambitionen weiterhin zurück: "Die Startaufstellung ist sehr interessant. Wir müssen auf die Titelkandidaten aufpassen, die natürlich nach vorne wollen. Aber dann können wir ein interessantes Rennen erleben."

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