Mattias Ekström gab zu, dass die Audi-Jahreswagenpiloten nicht sonderlich hart gegen ihn kämpften. Ursache sei jedoch nicht etwa ein Funkspruch gewesen...

Es war nicht das erste Mal, dass die Gratulationen an Mattias Ekström zu einem Zandvoort-Podestergebnis eher kühl wirkten. Schon 2007 hatte der Schwede kurz vor Ende des Rennens einen auffallend kampfesmüden Timo Scheider passiert und kam so schließlich auf Rang drei. Von einer - seit 2008 verbotenen - Stallorder zu seinen Gunsten, die Oliver Jarvis einen Platz und Alexandre Prémat das Podestergebnis kostete, will Ekström heute jedoch nichts wissen. "Die Fahrer vor mir hatten Probleme. Sie haben nicht hart gegen mich gekämpft", sagte Ekström.

Er führt seine Aufholjagd während der letzten Runden auf die rennstrategischen Unterschiede zu den beiden Phoenix-Piloten zurück. "Es war richtig, beide Stopps spät zu absolvieren, denn ich wusste, dass ich etwas anders machen musste als die anderen. Wenn meine Vordermänner dieselbe Strategie gehabt hätten, hätte ich keine Chance gehabt. Am Ende hatte ich dann aber die besseren Reifen", sagte der Champion von 2004 und 2007. So hatten insbesondere die Reifen von Oliver Jarvis, der auf Grund seines Ausritts im zweiten Stint einen sehr frühen zweiten Boxenstopp absolviert hatte, tatsächlich schon weit mehr Runden hinter sich als die von Ekström.

Abgesehen von den wenig vorteilhaften Spekulationen um seinen zweiten Platz konnte Ekström von einem erfreulichen Rennen berichten. "Der Start war eng, ich habe Jamie Green noch vor Kurve 1 überholt. Es war klasse, Oliver und Gary bereits während der ersten Runden in Sichtweite zu haben", sagte Ekström, der die Strategie nicht nur in der Endphase als Erfolgsfaktor ansah: "Als die anderen in die Box gegangen sind, haben wir uns für unsere Strategie entschieden. Der erste Stint war unglaublich lang - man muss sich sehr konzentrieren, wenn man alleine fährt. Das Auto war auch mit alten Reifen sehr gut und konstant." Lediglich der zweite Stopp habe etwas zu lange gedauert. Ein Problem, das am Ende ohne Auswirkungen blieb...

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