Mit deutlich mehr Ballast gilt Mercedes in Oschersleben als Außenseiter - gelingt trotzdem eine Überraschung?

In der Motorsport Arena Oschersleben peilt Mercedes-Benz den 150. Sieg in der DTM-Geschichte an - doch das Unterfangen des Stuttgarter Hersteller könnte schwerer kaum sein. In den letzten Jahren konnte Mercedes nur zwei von fünf Rennen in der Magdeburger Börder gewinnen, zuletzt glänzte Audi auf dem 3,696 Kilometer langen Mickey-Mouse-Kurs. Für Mercedes kommt eine Tatsache erschwerend hinzu: die aktuellen C-Klassen müssen deutlich mehr Blei zuladen.

"Wir haben nach zwei Siegen in Folge und drei bei den vier bisherigen DTM-Rennen reglementsbedingt ein Zusatzgewicht von 20 kg bei der 2009er C-Klasse zu ertragen, was in Oschersleben dreieinhalb Zehntel pro Runde ausmacht. Gewinnen wird da schwierig, wir wollen uns aber trotzdem gut aus der Affäre ziehen", berichtet Motorsportchef Norbert Haug vor dem fünften Saisonlauf.

Bruno Spengler, der es im Vorjahr immerhin auf das Podium schaffte, hat sich schon einen einfachen Plan ausgedacht: "Ich denke einfach nicht an das viele Zusatzgewicht. Unsere C-Klasse ist gut und wenn ich mit meiner Truppe das richtige Set-up finde, dann kann ich trotzdem ordentlich mitmischen."

Aus dem aktuellen Fahrerkader scheint Gary Paffett am besten mit den Gegebenheiten in Oschersleben klar zu kommen. Der Brite gewann 2005 und nach seiner Rückkehr 2007. "Ich freue mich natürlich sehr, als Spitzenreiter nach Oschersleben zu kommen", so der Neuwagen-Pilot. "Siegen wird hier deshalb nicht leicht - ich hoffe aber trotzdem auf ein gutes Rennen und Überraschungen gibt es in der DTM bekanntlich immer."

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