Ebenso wie im Qualifying musste sich Paul di Resta auch heute mit Platz fünf begnügen. Er verweist auf die überzeugende Aufholjagd von Mercedes im letzten Jahr.

Eine unfreiwillige Zeitreise durchlebte heute Paul di Resta: Während des gesamten Rennens kam der Schotte nicht in Schlagdistanz zu den aktuellen Audi-Boliden - und sah stattdessen die Heckpartien der 2008er-A4. Doch anders als 2007, als sich di Resta im zwei Jahre alten Mercedes regelmäßig gegen die Ingolstädter Jahreswagen durchsetzte, gab es für ihn heute trotz neuwertiger automobiler Ausstattung keinen Weg vorbei. "Wir haben nicht erreicht, was wir wollten", stellte der am Ende fünftplatzierte HWA-Pilot treffend fest.

Ebenso wie nach dem ernüchternden Qualifying üben sich die Mercedes-Fahrer in Durchhalteparolen. "Mercedes kann zurückschlagen - das haben wir auch 2008 geschafft. Ich bin zuversichtlich und vertraue ins Team", sagte di Resta in gewohntem Enthusiasmus. "Heute war nicht unser Tag - das war keine Schadensbegrenzung. Für mich war das Rennen aber besser als im letzten Jahr, denn da gab es für mich keine Punkte." So war dem Briten 2008 nach einem missglückten Boxenstopp ein dritter Platz verloren gegangen.

Besserung erwartet Paul di Resta bereits in zwei Wochen in der Lausitz. Es ist nun wichtig, konstant zu punkten. "Audi war hier sehr schnell, das werden sie auch auf anderen Strecken sein. Aber ich erwarte keine Wiederholung der Dominanz am EuroSpeedway. Im letzten Jahr waren wir dort extrem schnell. Im Winter kamen wir auch mit unserem aktuellen Auto sehr gut zurecht und haben bei den Tests gute Leistungen gezeigt", sagte der 23-Jährige - und fügte in bestem Schottisch an: "The future is bright."

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