Mit Leichtigkeit dirigierte Oliver Jarvis seinen Vorjahres-Audi mitten in einer Neuwagen-Kampfgruppe durch das Rennen. Belohnung war ein verdienter Podestplatz.

Sein Talent hatte Oliver Jarvis bereits in seinem Debütjahr immer wieder aufblitzen lassen - spektakuläre Ergebnisse blieben jedoch aus. Ebenso wie seine drei Kollegen im Audi-Jahreswagen musste sich der Brite mit sehr vereinzelten Punkterängen begnügen, um auf verbesserte Rahmenbedingungen für die Jahreswagen im kommenden Jahr zu hoffen. Die Hoffnung erwies sich nicht als unberechtigt. "Ich bin extrem erfreut. Nach der schwierigen letzten Saison mit einem Podestplatz zu starten, ist ein tolles Gefühl. Hoffentlich können wir diesen Erfolg wiederholen", sagte Oliver Jarvis gegenüber Motorsport-Magazin.com mit Blick auf seinen dritten Platz.

"Mein Team wusste auch im letzten Jahr, was ich kann. Die Lücke zu den Neuwagen ist endlich kleiner geworden. Wir haben einen tollen Job gemacht beim Versuch, die Jahreswagen konkurrenzfähiger zu machen", stellte der Phoenix-Pilot zufrieden fest. Der Rest erledigte sich von selbst: So waren bei Audi anders als im Vorjahr, als die Ingolstädter einen komplett neuen A4 DTM auf die Räder stellten, bei der diesjährigen Weiterentwicklung keine großen Entwicklungssprünge zu erwarten.

Die neue Stärke der Jahreswagen setzte Jarvis souverän um. Nach einem überzeugenden vierten Platz im Qualifying blieb der Engländer auch im Rennen in Schlagdistanz zu den Abt-Audi. "Ich musste hart dafür kämpfen, dass die Lücke zu den Neuwagen vor mir nicht zu groß wurde. Mit Paul di Resta und später Markus Winkelhock, die hinter mir fuhren, hatte ich hingegen keine Probleme." Nachdem er lange auf Platz vier gelegen hatte, erbte Oliver Jarvis seinen Podestplatz am Ende durch den Reifenschaden bei Mattias Ekström: "Wir haben schon bei den Tests gesehen, wie schnell Mattias war. Schade, dass er ausgeschieden ist - er war der Schnellste und hätte den Sieg verdient."

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