Hersteller und ITR haben erkannt: Das Boxenstoppfenster nimmt den Rennen zu viel Spannung. Nun wird das Fenster um ein Sechstel der Renndistanz vergrößert...

Die Klagen der Zuschauer über 2008 teils nur mäßig aufregende Rennen sind an den Herstellern und der ITR nicht spurlos vorübergegangen: Neben der Veränderung des Gewichtsreglements beschloss die DTM-Kommission auch eine Vergrößerung des Boxenstoppfensters auf nun die Hälfte der Renndistanz. Künftig wird für die Ermittlung des Boxenstoppfensters die Rundenzahl eines Rennens in vier Viertel gegliedert - im zweiten und dritten Viertel dürfen die beiden Pflichtboxenstopps absolviert werden.

Das seit dieser Saison nach 2007 zu wenig transparenten Rennen eingeführte Boxenstoppfenster hatte sich während der ersten Saisonhälfte nur bedingt bewährt: Innerhalb des das zweite Renndrittel umfassenden Fensters hatten die Piloten in der Regel nahezu zeitgleich ihre Boxencrew aufgesucht - was den Rennen den strategischen Spannungsfaktor weit gehend nahm. Mit dem erfolgreichen Antrag auf ein um ein Sechstel der Renndistanz größeres Fenster hoffen Audi und Mercedes, Abhilfe schaffen zu können.

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