Mit dem deutlichen Sieg in der Lausitz fiel Norbert Haug ein Stein vom Herzen. Er bejubelt ein Dreigestirn aus Paul di Resta, Jamie Green und Lewis Hamilton.

Nach einem bösen Erwachen beim Saisonstart wird Norbert Haug spätestens seit dem heutigen Tag wieder ruhiger schlafen können: Nach den Audi-Demonstrationen der ersten Rennen haben die Stuttgarter in alter Stärke zurückgeschlagen. "Ich freue mich, dass dieser 22-jähriger Bursche das geschafft hat", zeigte sich der Mercedes-Sportchef heute ebenso begeistert vom HWA-Youngster wie gestern, "Paul hat das Feld in einer Weise dominiert, wie man es selten sieht. So etwas man hat bestenfalls zuletzt 2006 auf dem Nürburgring gesehen, wo Bruno Spengler in einer ähnlichen Weise dominiert hat."

Paul di Resta, Jamie Green, Lewis Hamilton: So lautet aus Sicht von Norbert Haug ein britisches Dreigestirn, dessen Erfolg er in der Mercedes-Nachwuchsförderung begründet sieht. "Paul hat einen riesigen Aufstieg geschafft. Er tritt in die Fußstapfen von Jamie Green, der 2004 Meister der Formel-3-EuroSerie im ASM-Team geworden ist", sagte Haug im Gespräch mit der adrivo Sportpresse, "2005 war es Lewis Hamilton, der im letzten Jahr um einen Punkt am Titel vorbeigeschrammt ist und in 22 Rennen 15-mal auf dem Podium stand und elf Mal Erster oder Zweiter sind. Es muss etwas ganz Spezielles an unserer Nachwuchsförderung sein."

Ein ganz spezielles Missgeschick passierte zumindest beim ersten Boxenstopp von Bruno Spengler. Ein klemmendes rechtes Vorderrad war für Norbert Haug der Wermutstropfen einer ansonsten zufrieden stellenden Mannschaftsleistung: "Der Boxenstopp von Bruno enttäuschend, nachdem wir in den ersten drei Rennen immer die besten Boxenstopps hingelegt haben. Ansonsten hätte er seinen zweiten Platz mit Sicherheit verteidigen können." Ralf Schumacher sah der Mercedes-Sportchef sowohl durch ein unfreiwilliges Ausweichmanöver nach dem Crash von Tom Kristensen als auch durch das Gewichtsreglement an einem Top-Ten-Rang gehindert.

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