Nach seinem schweren Unfall in Oschersleben präsentiert sich Mattias Ekström wieder wohlauf - und vertraut auf die Testarbeit seiner Teamkollegen.

Zwar gilt die kurvige Motorsport Arena Oschersleben spätestens seit den beiden Siegen von Tom Kristensen als "Audi-Strecke". Für Mattias Ekström präsentierte sich der Kurs in Sachsen-Anhalt jedoch in den vergangenen zwölf Monaten nicht als persönliche Leib- und Magenstrecke: Mit einem Frühstart hatte sich Ekström 2007 schon früh selbst um einen möglichen Sieg gebracht. Bei den ITR-Tests am gleichen Ort war es ein Bremsdefekt, der Ekström bereits am ersten Tag für den Rest des Tests außer Gefecht setzte - und seinen nagelneuen A4 DTM schwer lädierte.

"Mir geht es mittlerweile wieder gut. Ich werde heute Abend etwas Sport treiben und sehen, wie mir das bekommt. Aber momentan gibt es keinen Grund zu klagen", sagte Ekström im Dialog mit der adrivo Sportpresse. Die verlorene Testzeit sieht er nur bedingt als Hindernis: "Testzeit haben wir natürlich verloren, aber meine Teamkollegen konnten ihr Programm fahren und haben viele Daten eingeholt. Ich traue den Informationen, die ich von meinen Kollegen bekommen habe."

Anders als Timo Scheider selbst zeigte sich der Schwede nur mäßig beeindruckt von der Gesamtbestzeit seines Teamkollegen am zweiten Testtag. "Meine Erfahrung aus sieben Jahren DTM ist, dass jeder bis zum Qualifying in Hockenheim pokert", will der DTM-Champion die in Oschersleben um rund eine halbe Sekunde zurückliegende 2008er-C-Klasse und ihre Fahrer nicht unterschätzen. "Die Streckenbedingungen waren auch in Oschersleben sehr unterschiedlich - Timo hatte einen guten Zeitpunkt erwischt. Wer weiß, welche Zeit ich gefahren wäre, wenn ich zum gleichen Zeitpunkt auf der Strecke gewesen wäre."

Mit einem Doppelsieg vor Teamkollege Martin Tomczyk hatte Ekström zum Saisonstart des vergangenen Jahres für Furore gesorgt. Nach neun sieglosen Hockenheim-Rennen für das Abt-Audi-Team brach der 29-Jährige damals den Audi-Fluch auf der "Mercedes-Strecke" Hockenheim. Ein Umstand, den der Titelverteidiger dennoch nicht als Erleichterung für den Saisonauftakt 2008 in wenigen Tagen sieht: "Für uns ist es in Hockenheim immer schwer zu gewinnen. Ich gehe davon aus, dass das in diesem Jahr nicht anders sein wird."

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