Die Audi-Piloten ließen sich vom Eifelregen nicht unterkriegen. Prémat und Kristensen gaben den Ton an.

Alexandre Prémat (Audi Bank Audi A4 DTM #17):
Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag, denn das Team und ich haben gut gearbeitet. Im Regen wie auch im Trockenen waren wir immer weit vorne. Für das Qualifying haben wir schon eine gute Abstimmung erarbeitet. Jetzt müssen wir uns noch auf die lange Renndistanz vorbereiten. Ich bin glücklich, dass der 2006er Audi auch hier sehr schnell ist. Es sollte wieder ein gutes Ergebnis möglich sein.

Tom Kristensen (Siemens Audi A4 DTM #7):
Es ist schwierig, nach diesem Freitag eine fundierte Aussage zu machen. Der Nürburgring hat heute seine zwei Gesichter gezeigt. Wir haben sowohl für trockene als auch für feuchte Bedingungen eine gute Abstimmung gefunden. Die Konkurrenz ist sehr stark, also haben unsere Ingenieure und Mechaniker mit Sicherheit heute keinen ruhigen Abend.

Timo Scheider (Gebrauchtwagen:plus/Top Service Audi A4 DTM #8):
Das war ein sehr ereignisreicher Tag mit viel Regen am Vormittag. Mit der Session heute Nachmittag bin ich nicht zufrieden, denn wir hatten ein paar Schwierigkeiten mit der Lenkung, was uns bei der Abstimmungsarbeit etwas aufgehalten hat. Das werden wir jetzt aussortieren, dann sind wir morgen wieder voll dabei.

Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM #3):
Auf jeden Fall war es gut, dass wir heute Vormittag viele Runden unter nassen Bedingungen drehen konnten und so schon eine anständige Abstimmung für den Regen gefunden haben. Die Nachmittagssitzung im Trockenen war auch okay - aber hier gibt es definitiv noch viel Raum für Verbesserung, nachdem wir uns die Daten angesehen haben.

Markus Winkelhock (Audi A4 DTM #20):
Am Schluss war es ganz okay. Im ersten Test haben wir im Regen noch einige Probleme gehabt. Wir hatten deutliche Traktionsschwächen. Im Trockenen lief es ganz gut. Auf meiner schnellsten Runde war ich sogar noch mit zwei Rädern im Gras. Wir sind also mit dem 2005er Auto ganz ordentlich mit dabei.

Christian Abt (Playboy Audi A4 DTM #16):
Ich bin zufrieden, denn wir haben unsere Aufgaben gut aufgeteilt. Ich habe mich auf längere Distanzen konzentriert, Alex (Prémat) aufs Qualifying. Wir sind sehr gut positioniert. Das stimmt uns für den Samstag zuversichtlich.

Martin Tomczyk (Red Bull Audi A4 DTM #4):
Mein Freitag: durchwachsen - so wie das Wetter. Es gab kleine Probleme, und wir müssen noch herausfinden, woran es liegt. Wir haben sehr viel verändert, was auch geholfen hat. Aber es ist nie schön, wenn man so in ein Wochenende startet. Trotzdem: Wir werden es für Samstag und Sonntag hinbekommen.

Lucas Luhr (Philips Audi A4 DTM #12):
Im Regen zu fahren, war sehr wichtig für mich, weil mir Regenerfahrung mit dem DTM-Auto fehlt. Leider gab es am Ende ein Bremsproblem, deshalb musste ich vorzeitig aufhören. Im Trockenen fehlte der Grip.

Mike Rockenfeller (S line Audi A4 DTM #11):
Es war ganz gut, dass wir einmal mit einer Regenabstimmung arbeiten konnten. Im Nassen waren wir sehr zufrieden - wir haben einiges herausgefunden und ich habe mich ans Auto gut gewöhnt. Im Trockenen habe mit meinem zweiten Satz Reifen einen Fehler gemacht. Ich hätte also drei, vier Zehntel besser sein müssen und wäre dann im Ergebnis auch weiter vorne. Die Zeit von Alexandre (Prémat) ist sehr gut - das ist die Messlatte. Uns fehlt noch ein gutes Stück.

Vanina Ickx (Audi A4 DTM #21):
Es ist gut, nach längerer Zeit wieder viel zum Fahren gekommen zu sein. Im Regen waren die Bedingungen schwierig, aber es lief rund. Im Trockenen war das Ziel, konstante Rundenzeiten zu fahren. Leider war ich noch etwas zu langsam, aber das Gefühl im Cockpit ist gut.

Hans-Jürgen Abt (Team Direktor Audi Sport Team Abt Sportsline):
Durch das wechselhafte Wetter haben wir den ersten Test im Regen und den zweiten im Trockenen absolviert. Trotzdem sind wir insgesamt zufrieden. Wie immer haben wir am Freitag unsere Arbeit gemacht und bereiten uns nun auf dem Samstag vor.

Ernst Moser (Team Direktor Audi Sport Team Phoenix):
Im Regentest war das Auto anfangs nur schwer fahrbar. Beide Fahrer klagten über mangelnden Grip. Zum Ende hin wurde es etwas besser. Wenn es noch einmal regnen sollte, müssen wir noch etwas finden. Im Trockenen haben wir uns stetig gesteigert. Bei Alex (Prémat) war es sehr gut, und er fuhr zum Schluss mit neuen Reifen die Bestzeit. Mit den Ergebnissen von Christian (Abt) sind wir noch nicht zufrieden. Wir werden wohl die Daten vom anderen Auto übernehmen.

Arno Zensen (Team Direktor Audi Sport Team Rosberg):
Im Regen lief es gar nicht schlecht. Wir waren zum Schluss etwas spät mit dem letzten Reifensatz. Am Nachmittag sind unsere Autos zu sehr herumgerutscht.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Es war möglich, am Vormittag eine Regenabstimmung und am Nachmittag eine Trockenabstimmung zu erarbeiten. Trotzdem war am Nachmittag auf trockener Strecke der Grip anfangs schlecht. Es war also schwierig, die Änderungen zu verifizieren. Wir vergleichen nun alle Daten und wollen für den Samstag, an dem es hoffentlich trocken bleibt, eine Abstimmung erarbeiten, mit der alle gut zurecht kommen.

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