In der Lausitz hat das Image des Safety-Cars stark gelitten. Zu Unrecht, wie Mathias Lauda findet.

Was wäre die aktuelle Saison ohne das Safety-Car: Der zweite Saisonlauf auf dem EuroSpeedway Lausitz, das wohl umstrittenste Rennen in der Geschichte der neuen DTM, wäre zur Prozession mit erwartetem Ausgang verkommen. Mika Häkkinen an Stelle von Mattias Ekström wäre auf dem Norisring auf dem Podest gelandet - und hätte drei Wochen später in Mugello nicht seinen dritten DTM-Sieg feiern können. Kritisch wie nie werden Safety-Car-Phasen und ihr an die Formel 1 angepasster reglementarischer Rahmen beäugt.

Und obwohl er bisher anders als so mancher Glückspilz in Fahrerreihen bisher kaum von ihnen profitieren konnte: Mathias Lauda findet die Häufung ungewöhnlicher Rennverläufe in der aktuellen Saison "positiv". Der Österreicher plädiert für eine sachliche Bewertung der Safety-Car-Einsätze. "Ich schaue mir alle Rennen der wichtigen amerikanischen Serien wie ChampCar oder Nascar im Fernsehen an - dort wird wegen jeder Kleinigkeit das Safety-Car auf die Strecke geschickt", schildet Lauda gegenüber der adrivo Sportpresse seine Beobachtungen, die er gern auch auf die DTM übertragen sähe.

Was Kritiker für chaotisch halten, sieht der Mercedes-Pilot in der Regel durchaus als Gewinn für die Fans: "Für den Zuschauer ist das gut; es hält das Feld zusammen und das Rennen spannend." Obwohl das Safety-Car bisher bei fast jedem Saisonrennen einige Kilometer abspulte, befürwortet Mathias Lauda auch im Sinne der Sicherheit noch häufigere Einsätze. "Hier in der DTM werden Safety-Car-Phasen oft negativ bewertet und vergleichsweise selten eingesetzt", stellt der Mücke-Pilot fest - und will die landläufige Meinung nicht teilen: "Das kann ich nicht verstehen, denn einerseits trägt das Safety-Car zur Sicherheit bei, andererseits bringt es Spannung für den Zuschauer."

Copyright: adrivo Sportpresse GmbH