Während Mattias Ekström erneut fleißig punktete, erlebte Bernd Schneider wie schon in Mugello eine Enttäuschung. Verantwortlich sieht er Tom Kristensen...

17-mal in Folge war Bernd Schneider bis vor zwei Wochen in die Punkte gefahren - zum zweiten Mal in Folge ging der amtierende DTM-Champion diesmal leer aus. Erneut hatte Schneider versucht, von einem mäßigen Startplatz bestmögliche Schadensbegrenzung zu betreiben, scheiterte jedoch am Ende. "Ich hatte einen guten Start, aber nachdem Paul [Di Resta] in der ersten Kurve umgedreht wurde, musste ich ziemlich stark bremsen, denn ich musste einen Unfall vermeiden", schildert Schneider uns gegenüber einen unglücklichen Rennbeginn, "dabei ging Winkelhock an mir vorbei, der mich dann ziemlich stark aufgehalten hat."

Auch die Rennstrategie zweier relativ langer Stints ging für Schneider nur bedingt auf, bevor sich der HWA-Routinier endgültig aller Chancen beraubt sah: "Entschieden wurde das Rennen durch Tom Kristensen, der im weiten Bogen aus der Box fuhr. Ich fuhr innen in die Kurve, auf der folgenden Geraden fuhr er mir ohne Grund ins Auto. Damit war mein Auto kaputt." Eine Darstellung, die im Zeichen der heutigen Verbalduelle der von Unfallgegner Kristensen widersprach - nachdem Schneider und Kristensen noch im letztjährigen Titelkampf kein böses Wort über einander zu entlocken war...

Nachdem Audi-Speerspitze zum nunmehr dritten Mal in Folge aufs Podest fuhr, sieht der heute Zwölftplatzierte die Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung schwinden. "Die Titelchancen sind gering, aber ich werde nun versuchen, Bruno Spengler zu helfen. Er sollte gute Chancen haben, noch nach ganz vorne zu kommen", kündigt Schneider dem nur 0,5 Punkte vor ihm platzierten Spengler an. Ob Schneiders Aussage einer Unkenntnis des neuen Punktestands entspringt oder wir ein Saisonende des ausgeprägten Teamplays erleben dürfen - noch bleibt diese Frage ungeklärt...

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