Auch Tom Kristensens Speed hätte heute theoretisch zur Pole Position reichen können. In der Praxis haderte der Däne allerdings mit der Schikane.

Noch in Mugello hatte Tom Kristensen mit einem Augenzwinkern behaupten dürfen, mit einem Gaslupfer in der letzten Kurve die Pole Position an Geburtstagskind Mattias Ekström überreicht zu haben. In Zandvoort waren zumindest während der letzten Session die Pole-Hoffnungen schon vor der letzten Kurve passé. "Die Schikane hat Probleme bereitet: Einmal fuhr ich einen Tick zu schnell hinein, einmal war sie wegen des Sands unerwartet rutschig, und beim letzten Mal bin ich sie deshalb zu konservativ angegangen", verriet Kristensen uns gegenüber.

Dabei hatte sich der Däne lange durchaus Hoffnungen auf die erste Pole seiner kurzen Saison machen dürfen. "Das Qualifying fing für mich sehr gut an. Im ersten Run war ich Schnellster, es folgte die Unterbrechung des Qualifyings", resümiert Kristensen, "dann wurde es problematisch. Ich kam spät auf die Strecke, fuhr teilweise sehr gute Sektorenzeiten, aber in einer Runde hat es nie ganz zusammengepasst." Am Ende musste sich der Meisterschaftsdritte von 2006 auf Rang fünf selbst Alexandre Prémat im Jahreswagen geschlagen geben.

Im Rennen will Kristensen weiterhin seine eigenen Ansprüche zu Gunsten der Ingolstädter Titelanwärter zurückstellen. Auch ohne Anweisungen des Kommandostands fügt sich der teamfähige Le-Mans-Rekordsieger ins zweite Glied ein: "Für mich ist morgen wichtig, dass Mattias gewinnt und auch Martin so viele Punkte bekommt wie möglich. Das hieße für mich Platz drei; aber das wird schwierig, wenn man sich die Startaufstellung ansieht."

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