Das Rennen endete für Mathias Lauda zwiespältig: So freute er sich, am Ende schnellster Pilot im Feld zu sein. Ärgerlich waren hingegen die Taktik und Platz 15.

Der von Mathias Lauda erhoffte Regen blieb aus, auch das Safety-Car sah keinen Anlass, seinen Platz in der Boxengasse zu verlassen. So fielen für Lauda, der sich gestern nach Startplatz 17 enttäuscht, aber kämpferisch gezeigt hatte, zwei Möglichkeiten aus, das Feld von hinten auszurollen. Und doch hätte es aus Sicht des Österreichers heute durchaus zu Punkten reichen können:

"Eigentlich wollte ich so früh wie möglich zum ersten Stopp, aber dann haben wir uns entschieden, bis Runde 23 draußen zu bleiben", beschreibt der Mücke-Pilot einen spontanen strategischen Wechsel, der allerdings außer einigen Runden in der Spitzengruppe der Positionsliste nicht viel Gutes einbrachte, "auf diesem langen ersten Stint bekam ich allerdings große Probleme mit dem Übersteuern, der Reifendruck wurde vor allem hinten immer höher. In dieser Phase habe ich zu viel Zeit verloren."

Nach Absolvieren des zweiten Stopps offenbarte der 2006er-Mercedes ungeahntes Potenzial: "Im letzten Renndrittel war ich mit Abstand der schnellste Fahrer im Feld, schneller als Tomczyk, Prémat und all die anderen. Mit einer anderen Strategie wäre ich sehr weit vorne gelandet." Zumindest einen positiven Aspekt kann Lauda dem Rennen, das er ausschließlich auf angefahrenen Reifen bestritt, noch abgewinnen: "Immerhin haben wir einen neuen Reifensatz für den Nürburgring aufgehoben..."

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