Wie schon am Freitag dominiert Audi klar die Test-Sessions. Wieder konnten sich alle vier aktuellen Boliden an der Spitze platzieren.

Wie schon im ersten Test konnte Martin Tomczyk die schnellste Rundenzeit (1:43.551 Minuten) für sich verbuchen. Der Abt-Pilot führt eine Audi-Armada von acht Fahrzeugen an. Nur 0,009 Sekunden langsamer war Timo Scheider vor Mattias Ekström und Tom Kristensen. Eine tolle Leistung zeigte Markus Winkelhock. Der Rückkehrer platzierte sich auf Rang fünf. Alexandre Premat, Lucas Luhr und Christian Abt auf den Plätzen sechs bis acht, beweisen die Audi-Stärke quer durch die Baujahre.

Erst auf der neunten Position findet sich mit Paul di Resta der erste Mercedes-Pilot. Dem Schotten fehlen rund 1,5 Sekunden auf Platz eins. Jamie Green und Bernd Schneider folgen auf den Plätzen zehn und elf. Bruno Spengler konnte kurz vor Ende des Trainings die Box verlassen und nahm den 13. Platz ein. Bei Mika Häkkinen schien heute nichts zu funktionieren. Der Finne kam nicht über die 16. Position hinaus. Wir dürfen gespannt sein, ob Mercedes nur pokert, oder in der Toskana wirklich im Nachteil ist.

Die Zeiten im freien Training lagen klar unter denen von gestern. Die Tagesbestzeit von Mike Rockenfeller lag gestern bei 1:45.099 Minuten und war somit rund 1,5 Sekunden langsamer als am Samstag. Besonders die Reifen haben einen großen Einfluss auf die Rundenzeiten. So können, laut Aussagen der Fahrer, neue Pneus ein Fahrzeug bis zu 2,5 Sekunden schneller machen.

Während des freien Trainings kam es zu zahlreichen Ausritten. Das dürfte nicht zuletzt an dem Deck und Staub liegen, den die Piloten der Ferrari Coppa auf die Strecke verfachtet hatten. Der Ausflug von Bruno Spengler ins Kiesbett nach zehn Minuten sorgte für die erste rote Flagge. Auch Mika Häkkinen war zu hart über die Curbs geräubert und dadurch einige Teile seines Mercedes eingebüßt. Der Finne kam aber ohne Probleme in die Box zurück, auch Spengler konnte aus dem Kies befreit werden. So konnte nach zehn Minuten der Kurs wieder freigegeben werden.

Jedes Training hatte bisher seinen Pechvogel. Nach Lucas Luhr und Alexandre Premat gestern, erwischte es heute Susie Stoddart. In ihrer zweiten Runde rutschte die Schottin ins Kiesbett.

Nachdem die Verantwortlichen gestern (mal wieder) das Gewichtsreglement verändert haben, war für die Piloten und Teams heute wieder Daten sammeln angesagt. Zudem begannen die Arbeiten am Setup für das heutige Qualifying. Allerdings wird es heute Mittag um einiges heißer sein und damit die Zeiten vom Morgen nur teilweise übertragbar. Wie die Leistung wirklich verteilt ist, werden wir erst nach dem Qualifying wissen.

Copyright: adrivo Sportpresse GmbH