Magdeburg l Mit Spannung verfolgen die Vereine der Fußball-Regionalliga Nordost die Entwicklung beim insolventen VFC Plauen - selbstverständlich auch der 1. FC Magdeburg, der von einer Annulierung aller Spiele der Vogtländer besonders profitieren würde, weil sich dann der Rückstand zum Spitzenduo FSV Zwickau und Wacker Nordhausen verringert.

Wann ein Urteil fällt, ist allerdings weiter offen. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Sache und sind zuversichtlich, eine Entscheidung bis zum Beginn der Rückrunde bekanntgeben zu können", sagte gestern NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs, schränkte dann jedoch ein: "Man ist nie gefeit vor dem, was in den nächsten Tagen noch so alles passieren kann." Einen neuen Stand, so Fuchs, gäbe es derzeit aber nicht.

Der FCM gehört zu der Vielzahl von Vereinen, die sich dagegen wehren, dass Plauen zwar als erster Absteiger feststeht, die bisherigen Spiele aber gewertet werden sollen. Die Einspruchsfrist der Clubs war, so FCM-Pressesprecher Matthias Kahl, Anfang der Woche abgelaufen. Nun ist der NOFV am Zug.

Plauen setzt indes alles daran, weiter mitmischen zu können. Ein neuer Trainer wurde installiert (Ingo Walther), gerade ein Testspiel gegen die SpVgg Bayern Hof (Bayernliga Nord) gewonnen (1:0) und jetzt sogar den Anhängern angeboten, per Fanbus mit zum ersten Auswärtsspiel 2015 nach Nordhausen zu reisen.

Für den FCM bedeuten die Vorgänge, dass das Heimspiel am 8. März wohl stattfindet. Kahl bestätigte das: "Plauen hat uns schon vor längerer Zeit darüber informiert, dass sie unbedingt nach Magdeburg kommen wollen. Ob es dann am Ende ein Pflichtfreundschafts- oder normales Freundschaftsspiel wird, muss man abwarten." Morgen (14 Uhr, Nebenplatz 2, MDCC-Arena) testet der FCM aber zunächst gegen den Brandenburger SC Süd.