Magdeburg l Seit dem vergangenen Montag führt der NOFV den VFC Plauen in seiner Tabelle wieder mit Punkten, der FCM hat seine Spitzenposition eingebüßt. Plauens Insolvenzverwalter Klaus Siemon hatte zuvor mit einer einstweiligen Verfügung vom Landgericht Berlin die x-te Wendung im Fall herbeigeführt (Volksstimme berichtete).

Am Freitag hat nun der 1. FC Magdeburg reagiert und das "erforderliche Rechtsmittel" gegen die Spielwertung eingelegt, wie Präsidiumsmitglied Hagen Hoffmann erklärte. Der Rechtsanwalt hat zusammen mit dem Hannoveraner Sportrechtsexperten Prof. Dr. Rainer Cherkeh den Schriftsatz erarbeitet, der bis Dienstag beim NOFV vorliegen muss. Kern: Der NOFV verhält sich rechtswidrig und verstößt mit der Wertung der Plauener Spiele gegen seine eigene und die Spielordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

"Wir wollen Schaden vom FCM abwenden und pochen auf Einhaltung der Satzung", sagte Hoffmann. Das NOFV-Verbandsgericht wird sich nun mit dem Fall beschäftigen müssen. Auch das Landgericht Berlin muss sich weiter mit dem insolventen VFC auseinandersetzen. Dort liegt laut mdr inzwischen die Klage von Siemon gegen den Verband vor. Neben der Wertung will Siemon unter anderem auch den Zwangsabstieg kippen.

Fußball gespielt wird übrigens auch noch. Am Sonntag kommt der VFC nach Magdeburg. Der FCM hat die Partie zum Familientag ausgerufen, mit freiem Eintritt für Frauen, Studenten und Schüler. 7200 Karten sind bereits weg.

Für Trainer Jens Härtel und seine Mannschaft, in der weiter nur Niklas Brandt fehlt, geht es darum, die Serie von acht Siegen in Serie auszubauen. Schließlich kann sich momentan niemand sicher sein, ob das Spiel gewertet wird. Für Hoffmann ist dagegen klar: "Wir gehen davon aus, dass die Partie gegen Plauen ein Pflichtfreundschaftsspiel ist."