Magdeburg l Es ist eine Fußball-Binsenweisheit: Ein frühes Tor macht vieles leichter. FCM-Trainer Jens Härtel, der Nordhausen bei dessen 0:3-Heimniederlage gegen den FSV Zwickau beobachtet hatte, bringt es so auf den Punkt: "Man muss sich im richtigen Moment mit einem Tor belohnen." Das hatte Wacker versäumt, musste nach der Zwickauer Führung das Spiel öffnen und den Sachsen boten sich die Räume.

FCM-Ideengeber Lars Fuchs meint: "Wir haben in dieser Saison schon so viele Serien aufgestellt, jetzt sind wir endlich mit einem Sieg in Nordhausen dran. Schon das Hinspiel hätten wir gewinnen müssen." Wacker sei "gegen uns immer hochmotiviert". Allerdings, so der 32-Jährige weiter, "gingen sie in den vergangenen Jahren über das Körperliche, jetzt sind sie auch spielerisch deutlich besser geworden".

Abwehrchef Felix Schiller erwartet ein "kampfbetontes Spiel, denn Nordhausen wird alles daransetzen, uns ein Bein zu stellen". Allerdings dürfte das körperbetonte Spiel dem zweikampfstarken Innenverteidiger eher entgegenkommen.

Wird Ex-Trainer Petersen das Zünglein an der Waage?


Noch nie in Nordhausen gespielt hat hingegen FCM-Torhüter Jan Glinker: "Ich erwarte, dass sie anders auftreten als Zwickau und selbst mehr das Spiel suchen werden." Nicht die besten Erinnerungen an den Albert-Kuntz-Sportpark hat Marcel Schlosser. Der Linksfuß hatte vergangene Saison mit Carl Zeiss Jena schon 2:0 geführt, sich dann aber bei viel Hektik und einem 2:2 noch "die Butter vom Brot nehmen lassen".

Zum "Zünglein an der Waage" im Dreikampf um die Tabellenführung könnte Ex-FCM-Trainer Petersen mit der TSG Neustrelitz werden. Der Meister der vergangenen Saison hat jetzt in vier aufeinander folgenden Spielen die vier führenden Vereine "vor der Brust" - Zwickau (28. März/A), Nordhausen (5. April/H), den Berliner AK (12. April/A) und schließlich den FCM (19. April/H). Bis Mitte April dürfte eine Vorentscheidung um die Nordost-Meisterschaft gefallen sein - und Petersen könnte mit seiner TSG "der Hecht im Karpfenteich" werden.

Übrigens hat der 54-Jährige etwas nicht Alltägliches erreicht. Mit drei verschiedenen Teams stand Petersen innerhalb von einem Jahr dreimal in einem Landes-Pokalfinale: Am 14. Mai 2014 mit dem FCM gegen den HFC, nach seinem Wechsel im Juni 2014 mit Schwarz-Weiß Rehden im Niedersachsen-Pokal und am vergangenen Mittwoch zog er mit Neustrelitz in das von Mecklenburg-Vorpommern (gegen Drittligist Hansa Rostock) ein.