Magdeburg l Gut beraten ist, wer sich für das Landespokal-Halbfinale gegen den Halleschen FC ein Ticket im Vorverkauf gesichert hat. Bis gestern abend hatte der FCM mehr als18 000 der insgesamt 19 700 Eintrittskarten für das "vorgezogene Endspiel" abgesetzt. Nach Angaben von Geschäftsstellenleiter Matthias Kahl sind an den Tageskassen nur noch Restkarten erhältlich. Auf Grund des zu erwartenden großen Andrangs öffnen die Stadiontore bereits um 17 Uhr.

FCM-Trainer Jens Härtel bereitet mit der ihm eigenen Akribie seine Elf vor. Pünktlich um 10 Uhr trifft sich der 18-köpfige Spielerkader (wie übrigens auch zuletzt vor den DFB-Pokalspielen gegen Augsburg und Leverkusen) in einem nahegelegenen Tageshotel. Zu Mittag wird leichte Kost (Geflügelfleisch, Gemüse, Reis, Nudeln und Obst) gereicht. Im Anschluss an eine Mittagspause findet die Mannschaftssitzung statt "und dann werden wir gut vorbereitet ins Stadion fahren", so der Coach.

Härtel ("Ich kenne ihn schon recht lange und schätze seine erfolgreiche Tätigkeit in Halle.") trifft im Übrigen erst zum zweiten Mal als Trainer auf seinen Kollegen Sven Köhler. In der Regionalliga-Saison 2011/12, Härtel war seinerzeit verantwortlicher Übungsleiter beim Berliner AK, gab es in Hin- und Rückspiel jeweils 0:1-Niederlagen.

Dieser Gedanke treibt jedoch den FCM-Coach nicht im Geringsten um. Vielmehr hat der 45-Jährige "das gewaltige Interesse" registriert, das dem ewig jungen Duell der beiden besten sachsen-anhaltischen Vereine vorauseilt. Er will an Magdeburger Pokaltraditionen anknüpfen: "Wir sind Außenseiter, doch wir wollen vor unserem Publikum ins Endspiel einziehen."

Angesprochen darauf, dass FCM-Torjäger Christian Beck (16 Punktspieltore/sieben Vorlagen) in den letzten Regionalligaspielen gegen den BAK und Auerbach nicht getroffen hat, zollte Fußball-Lehrer Härtel seinem Angreifer dennoch Respekt: "Er ist immer äußerst nützlich für die Mannschaft. Für mich machen auch Vorlagen und herausgeholte Elfmeter seine Klasse aus."