Magdeburg | Der 1. FC Magdeburg kann mit dem heutigen Tage die vom Deutschen Fußball-Bund geforderten Bedingungen im Lizensierungsverfahren zur 3. Liga erfüllen. In einem Zwischenbescheid hatte der DFB den Verein informiert, dass die Absichtserklärungen der Wirtschaftspartner bis zum 28. Mai 2015 in Form von unterschriebenen Verträgen vorliegen müssen.

Mario Kallnik, Vorstand für Sport und Finanzen, zeigte sich erfreut über den Sachverhalt: "Wir haben es geschafft, die geforderten Sponsorenverträge verbindlich einzuholen. Bevor wir diese an den DFB weiterleiten, müssen die Verträge vom Wirtschaftsprüfer testiert werden. Das wird in den kommenden Tagen geschehen", so der Sportchef. Anschließend würden die Unterlagen fristgerecht an den DFB übergeben.

"Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, die an uns gestellten Bedingungen in Rekordzeit zu erfüllen und sind nun voller Hoffnung, dass uns der DFB die Lizenz für die 3. Liga erteilen wird. Der Dank des Präsidiums gilt unseren treuen und neuen Wirtschaftspartnern sowie unseren Mitarbeitern der Marketingabteilung, die in den vergangenen Wochen sehr fleißig an der Umsetzung der Vorgaben gearbeitet haben."

Der 1. FC Magdeburg hatte trotz verbesserter finanzieller Situation gegenüber dem Vorjahr, im diesjährigen Lizensierungsverfahren umfangreiche Bedingungen auferlegt bekommen. Erstmalig war nun die Erbringung eines Konzernabschlusses von 1. FC Magdeburg e.V. und 1. FC Magdeburg Stadion- und Sportmarketing GmbH (SSG) Grundlage der Erstellung. Hier lagen dem DFB bislang keinerlei Vergleichszahlen aus den vergangenen Jahren zugrunde. Dadurch musste der FCM in kürzester Zeit schriftliche Zusagen einsammeln, zu bis dato nur mündlich zugesicherten Mitteln. Es war die Rede von einer Summe um die 500.000 Euro. Diese zusagen liegen nun vor.

Marketing-Geschäftsführer Stephan Lietzow betonte vor allem den Rückhalt in der Wirtschaft der Region. "Wir haben sehr viele positive Gespräche mit unseren Sponsoren führen und darüber hinaus auch neue Partner für den 1. FC Magdeburg gewinnen können. Wir werden diese Zusagen binnen kürzester Zeit als ein Zeichen des Vertrauens in die handelnden Personen im Verein."

Einen wichtigen Aspekt stellte Mario Kallnik dann noch einmal in den Vordergrund. "Die regionale Wirtschaft weist somit nach, dass der Profifußball in Magdeburg gewollt ist. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass wir uns mit den geplanten Einnahmen von Wirtschaftspartnern im unteren Bereich der 3. Liga bewegen würden. Dennoch bin ich mir sicher, dass wir unabhängig der Ligazugehörigkeit die bevorstehenden Herausforderungen gemeinsam lösen werden."