Magdeburg l Zittlau hatte am Donnerstag zunächst einen Aufhebungsvertrag beim Südwest-Regionalligisten und noch am späten Abend im Magdeburger Hotel Ramada ablösefrei einen neuen Kontrakt bis 2016 beim FCM unterschrieben. Gestern absolvierte er seine ersten Trainingseinheiten - vormittags stand Badminton im "Lucky Fitness" auf dem Programm.

"Mit der Verpflichtung von Fabian Zittlau konnten wir unsere Baustelle auf der linken Seite schließen und hoffen nun, mit einem kompletten Kader möglichst verletzungsfrei die Vorbereitung auf die Rückrunde anzugehen", sagte FCM-Sportchef Mario Kallnik und erläuterte dann, warum die Wahl auf Zittlau fiel: "Er ist zum einen mit 24 Jahren noch ein junger, aufgrund seiner mehr als 100 Regionalligaeinsätze aber schon erfahrener Spieler, er ist darüber hinaus enorm ehrgeizig, und wir haben drittens aus unterschiedlichen Netzwerken ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten."

Kallnik verwies ferner auf die Tatsache, dass der gebürtige Salzwedeler trotz seiner erst 24 Lenze zuletzt Kapitän bei Eintracht Trier war: "Auch eine ganz wichtige Komponente."

Zittlau ("Es war schon in den vier Jahren in der Jugend des FCM mein Wunsch, später einmal in der ersten Männermannschaft zu spielen") selbst hofft darauf, möglichst schnell integriert zu werden und sich natürlich einen Stammplatz zu erkämpfen. Dass er um Aufhebung seines Vertrages gebeten hatte, dürfte auch an den wesentlich besseren sportlichen Perspektiven in Magdeburg liegen. Bei der Eintracht, die in Abstiegsgefahr schwebt, gab es zuletzt viel Unruhe und gerade erst einen Wechsel in der sportlichen Leitung.

Chef-Trainer Peter Rubeck bedauerte den Wechsel, erklärte aber auch: "Sicher hätten wir auf Erfüllung seines Vertrages bestehen können. Bei solch einem verdienstvollen Spieler war letztlich das Menschliche und Familiäre ausschlaggebend."

Ab sofort ist Zittlau also ein Blau-Weißer und dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits am heutigen Sonnabend im Testspiel gegen den SV Förderstedt (Anstoß 14 Uhr in Staßfurt) sein Debüt geben.

Wie Kallnik weiter erklärte, seien mit dem Transfer die Planungen des FCM für die Rückserie "grundsätzlich" abgeschlossen. Das heißt, ein Hintertürchen lässt die sportliche Leitung weiter offen. Der Sportchef konkret: "Wenn sich unerwartet die Möglichkeit bietet, noch einen guten Spieler günstig zu verpflichten, werden wir uns selbstverständlich damit beschäftigen."

Derweil sucht Christopher Reinhard, der wegen permanenter Verletzungsprobleme nicht mehr zum Regionalliga-Kader gehört und den Club verlassen soll, weiter einen neuen Arbeitgeber. Kallnik: "Wir sind mit ihm und seinem Berater im Gespräch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ,Chris` in der Rückrunde Stadtliga spielen möchte."