Erst am Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) bei Holstein Kiel geht für den FCM die Hinrunde zu Ende. Der wegen des Winters arg durcheinandergewirbelte Regionalliga-Spielplan bringt es auf diese Weise mit sich, dass die Termine für Hin- und Rückspiel (28. Mai) gegen die Ostseestädter nur acht Wochen auseinanderliegen.

Magdeburg. Wieder einmal steht der FCM mit der Partie in Kiel, am Mittwoch im Landespokal-Viertelfinale beim HFC und am 3. April daheim gegen die U 23 von Energie Cottbus vor einer "englischen Woche". Wieder ist angesichts der dramatischen Tabellensituation (nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz) und wegen des "vorgezogenen" Pokalfinales in Halle jedes der Duelle für das Team von Neu-Trainer Wolfgang Sandhowe ein Endspiel.

"Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Freund intensiven Trainings bin. Die Jungs ziehen voll mit. Was uns jetzt fehlt, ist ein Erfolgserlebnis", zieht der Coach eine vorläufige Bilanz seiner ersten Tage als Übungsleiter des FCM-Regionalligateams. Heute hat die Elf frei ("Pflegetag, da können sich die Jungs ausruhen"), ehe bereits morgen die Reise an die Ostseeküste geht, wo am Nachmittag noch eine Trainingseinheit angesetzt ist.

Sandhowe muss allerdings im Norden der Republik auf den verletzten Kapitän Daniel Bauer (Knorpelabriss im Rippenbereich), Flügelflitzer Maik Georgi (Bänderiss im Sprunggelenk), Angriff-Neuzugang Shergo Biran (Magen-Darm-Infektion) und Sebastian Sumelka (Armbruch) verzichten. Der 57-Jährige trägt\'s mit Fassung: "Da gibt\'s nichts rumzuheulen. Jetzt müssen eben die anderen umso mehr Gas geben."

Co-Trainer Mario Middendorf hat am vergangenen Wochen-ende Kiel in Cottbus beobachtet. Sandhowes Schlussfolgerung: "Wir wollen kompakt stehen und müssen aggressiv gegen den Ball gehen."

Nach den gestrigen kritischen Anmerkungen in der Volksstimme zu dem späteren Beginn der Vertragsgespräche verwies FCM-Pressesprecher Stephan Lietzow noch einmal auf die komplizierte Personalsituation des Vereins: "Es ist schon so, dass wir Gespräche mit Spielern führen. Aber weil eben noch nicht klar ist, wer bei uns künftig Trainer bzw. Sportlicher Leiter ist, hat es jetzt wenig Sinn, mit Spielern Verträge zu verlängern, wenn man nicht weiß, wohin nächste Saison die Reise gehen wird." Außerdem gelten die bisherigen Verträge nur für die Regionalliga, würden also im Falle des Oberliga-Abstiegs null und nichtig. Lietzow weiter: "Am 16. April dieses Jahres haben wir Ruud Kaiser als neuen Trainer vorgestellt. Auch bis dahin hatte es zuvor keine konkreten Vertragsverhandlungen gegeben."

Die Ergebnisse dieses langen Wartens (Bankert und Fuchs hatten den FCM kurz vor Ende der Wechselfrist noch verlassen) bekam Trainer Kaiser später mit seiner Beurlaubung zu spüren ...