Wolfsburg - Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat seinen Höhenflug mit einem souveränen Pokalsieg gegen den 1. FC Heidenheim fortgesetzt.

Durch das 4:1 (2:1) gegen den Zweitliga-Sechsten steht das Team von Trainer Dieter Hecking zum dritten Mal in Serie im Achtelfinale des DFB-Pokals. Daniel Caligiuri (28. Minute), Bas Dost (43.) und zweimal Luiz Gustavo (65./78.) schossen den fünften Pflichtspielsieg des Bundesliga-Dritten hintereinander heraus. Für Heidenheim traf lediglich Zweitliga-Topscorer Marc Schnatterer (12.).

"Wir haben es uns schwer gemacht. Mit dem Ausgleich sind wir ruhiger geworden", meinte VfL-Manager Klaus Allofs. "Ich bin froh, dass wir eine Runde weiter sind." Auch Torschütze Luiz Gustavo war zufrieden: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und sind verdient weiter."

Die inzwischen seit über einem Monat unbesiegten Niedersachsen fanden vor nur 7608 Zuschauern allerdings erst mühsam in die Partie. Ehe sich die von Hecking auf vier Positionen veränderte Startelf fand, war der Außenseiter bereits in Führung gegangen. Schnatterer nutzte einen Stellungsfehler von VfL-Innenverteidiger Naldo, rannte dem Brasilianer davon und schob Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio den Ball durch die Beine.

Auch Heidenheims Coach Frank Schmidt rotierte nach zuvor bereits drei sieglosen Ligaspielen kräftig. Gleich sechs neue Spieler kamen bei den Gästen aus Baden-Württemberg in die Startelf, in Rouven Sattelmaier auch ein neuer Torhüter. Mit den Wechseln schien der Zweitliga-Aufsteiger zunächst besser zurecht zu kommen. Immer wieder startete Heidenheim gefährlicher Konter.

Erst allmählich fand der Favorit in die Partie und kam mit der ersten echten Chance gleich zum Ausgleich. Der formstarke Caligiuri verwertete eine lange Hereingabe von Vieirinha zu seinem vierten Tor im dritten Spiel in Serie. Sieben Minuten später vergab Vieirinha selbst die große Chance zur Führung, die schließlich Dost in seinem ersten Pflichtspiel dieser Saison von Beginn besorgte. Der niederländische Stürmer verwertete eine Flanke von Kevin De Bruyne per Kopf. Bei beiden Toren sah Heidenheims neuer Keeper Sattelmaier nicht souverän aus.

Nach dem Wechsel tat Wolfsburg nicht mehr als notwendig. Der VfL konnte sich den Luxus erlauben, recht freizügig mit seinen Möglichkeiten umzugehen. Gegen die deutlich nachlassenden Gäste konnte sich sogar Defensivspieler Luiz Gustavo immer wieder mit in den Angriff einschalten: Per Kopf nach einer Dost-Flanke sorgte der Brasilianer eine knappe halbe Stunde vor dem Ende für die Vorentscheidung und machte gut zehn Minuten später seinen Doppelpack perfekt. Auch zum 4:1 hatte Dost die Vorarbeit geleistet.