Der FC Bayern München zieht weiter einsam seine Kreise an der Spitze der Fußball-Bundesliga, trotzdem werden die Chefs der Deutschen Fußball-Liga (DFL) nicht müde, immer wieder von großer Spannung in der Bundesliga zu sprechen. Motto: Jeder kann jeden schlagen, aber keiner die Bayern. Und das jetzt seit 45 (!) Spielen.

Die Motive für DFL-Boss Christian Seifert Co. sind klar. So schön es ist, die derzeit weltbeste Mannschaft in der Liga zu haben: Fehlende Spannung schadet dem Geschäft. Und die Gelddruckmaschine Bundesliga läuft seit geraumer Zeit auf Hochtouren. Die 18 Vereine der Eliteklasse haben in der vergangenen Saison 2,17 Milliarden Euro umgesetzt und damit zum neunten Mal in Folge den Umsatz gesteigert. Und das soll möglichst so bleiben.

Am Tabellenende ist wohl auch eine Entscheidung gefallen. Aufsteiger Eintracht Braunschweig muss fast sicher zurück in die 2. Liga. Der Kampf gegen Abstiegsplatz 17 und Rele- gationsrang 16 ist dagegen in vollem Gange und sorgt zumindest in dieser Tabellenregion für Brisanz und Spannung. Mittendrin: der Hamburger SV und Werder Bremen.

Ein Abstieg des HSV und von Werder wäre nicht nur für die Vereine ein Tiefschlag, auch die Liga würde ächzen. Beide Clubs gehören trotz anhaltender Leidenszeit immer noch zu den Liga-Schwergewichten, obwohl ihre Glanzzeiten einige Zeit zurückliegen. Kleiner Trost: Mit dem 1. FC Köln und dem 1. FC Kaiserslautern sind zwei andere Traditionsvereine auf dem Weg zurück in die 1. Liga. Die werden zwar in absehbarer Zeit auch nicht den FC Bayern gefährden können - der Rubel dürfte aber weiter rollen.