Halberstadt l Mit Christopher Kullmann hat Regionalligist Germania Halberstadt einen über die Region hinaus bekannten Fußballer verpflichtet. Wie auch die Neuzugänge Telmo Teixeira (HFC), Kevin Nennhuber (Kickers Emden) und Kevin Schlitte (u. a. Erzgebirge Aue) kann der 27-Jährige viel Erfahrung und Einsätze in höherklassigen Ligen vorweisen.

Die Zusammenarbeit kam dabei mehr oder weniger zufällig zustande. Für den Sarg-stedter stand ein Wechsel zur TSG Neustrelitz im Raum. Als sich das zerschlug, fragten Berater und Kullmann beim VfB Germania aufgrund der geografischen Nähe zum Heimatort an, ob er sich hier fithalten könne. "Das kam relativ unvorbereitet", berichtete Germanias sportlicher Leiter Stephan Grabinski, "wir haben seinen Weg zwar verfolgt, dachten aber, dass er bei der TSG unterschreibt." Aus einer Woche Training beim VfB wurde schließlich ein Einjahresvertrag.

"Mit Christopher ist jetzt ein Typ dazugestoßen, wie wir ihn gesucht haben: ein klassischer Mittelstürmer fehlte uns noch", erklärte Grabinski, warum es zum Vertrag kam. Der ehemalige FCM-Stürmer, zuletzt bei Hessen Kassel unter Vertrag, ist zufrieden. "Es ist ein Verein in Heimatnähe. Da ich fußballer-isch in der Luft hing, bin ich sehr erfreut, dass es so schnell geklappt hat", so Kullmann, der sich von den guten Bedingungen rund um das Friedensstadion überrascht zeigte.

Höhepunkt seiner bisherigen Laufbahn waren die sieben Bundesligaeinsätze für Borussia Dortmund in der Rückrunde der Saison 2008/09. Kullmann erinnert sich, wieso es für ihn so schwer war, sich durchzusetzen: "Ich hatte namhafte Stürmer wie Alexander Frei, Lucas Barrios, Diego Klimowicz, Nelson Valdez und Mohamed Zidan vor mir." Auch wenn Höhen und Tiefen in dieser Zeit nahe beieinanderlagen, blickt er gern zurück, ist dankbar für diese Erfahrung. Im Trikot der Germania will er ab sofort zum Erfolg beitragen, am besten schon am 3. Spieltag - passenderweise bei der TSG Neustrelitz.