Halberstadt l Im Spiel gegen Budissa Bautzen (0:0) hat Germania Halberstadt offensiv wenig Höhepunkte gesetzt. Einer, der auf dieser Position für Akzente sorgen sollte, ist Christopher Kullmann. Halberstadts Neuzugang war erstmals in der Startelf und wurde nach knapp einer Stunde ausgewechselt.

Der 27-Jährige ordnete seine und die Leistung der Mannschaft kritisch ein. "Von uns hätte mehr kommen müssen. Die Begegnung plätscherte mehr oder weniger vor sich hin. Der verschossene Elfmeter hätte ein Weckruf sein müssen, aber auch danach lief nicht viel zusammen." Bei möglichen Ursachen konnte er nur spekulieren. "Wir standen uns nach drei guten Saisonpartien vielleicht selbst im Weg: dachten, es sei ein Selbstläufer, aber wir müssen jede Woche auf`s Neue Gas geben und hart arbeiten." Dem Angreifer selbst fehlte es noch an Spritzigkeit, auch weil er mit dem Training einige Wochen im Rückstand liegt. "Da ist noch viel Luft nach oben."

Torwart Pascal Nagel machte die fehlende Cleverness beim Torabschluss für das 0:0 verantwortlich. "Wir hatten gute Aktionen, letztlich fehlte es da an Qualität. In der Offensive müssen wir mehr an einem Strang ziehen."

VfB-Trainer Achim Hollerieth machte unmissverständlich klar, dass er mit dem Gezeigten "definitiv nicht zufrieden" sei. "Wir hätten gegen Bautzen noch ewig spielen können, es wäre kein Tor gefallen. Mein Team hat mit zu vielen Rück- und Querpässen sowie langen Bällen operiert. Das macht es für den Gegner einfach zu verteidigen."