Magdeburg | Für Deutschland war es 2010 die Fußball-Hymne - auch wenn die deutsche Nationalmannschaft den Weltmeister-Titel nicht geschafft hat: der Sportfreund-Stiller-Song "54, 74, 90, 2010". Doch welches WM-Lied bleibt der Fußball-Nation Deutschland 2014 im Ohr?

Die Volksstimme hat sich im Internet auf die Suche nach möglichen Kandidaten für den WM-Hit 2014 gemacht. Sechs Lieder stehen zur Auswahl, doch nur einer kann zum Volksstimme-WM-Song werden:

Song 1: "We are One (Ole ola)" – Jennifer Lopez, Claudia Leitte & Pitbull

Das offizielle WM-Lied der FIFA hat auf jeden Fall das Potenzial zum Hit. Mit lateinamerikanischen Samba-Klängen wird jedes Klischee über die brasilianische Kultur erfüllt. Viel textliche Aussagekraft, außer, dass "wir alle eins sind", hat das Lied nicht. "We are one" soll wohl auf die Toleranz und kulturelle Vielfalt eines solchen Wettbewerbs hinweisen. Dafür kann jeder nach einmaligem Hören mitsingen und so in Fußball-Laune geraten. Die Starbesetzung bei den Interpreten dürfte ihr übriges zum Gesamterfolg von "We are one" tun.



Song 2: "Dar um jeito (We will find a way)" – Carlos Santana, Wyclef Jean, Avicci und Alexander Pires

Dieser Titel ist die offizielle Hymne der FIFA zur Weltmeisterschaft. Der Unterschied zum FIFA-Song ist minimal. Die Hymne stellt eher einen Lobgesang dar und das Lied ist einfach ein Lied. Im Stadion gespielt werden jedoch beide. Musikalisch bleibt es typisch südamerikanisch mit rhythmischen Samba-Klängen.

Auch hier haben sich echte Musik-Größen zu einem gemeinsamen Werk zusammengefunden. Gitarren-Altmeister Carlos Santana sorgt mit seinen Soli für einen Hauch Folklore, während Wyclef Jean, ehemals Sänger der Band Refugees, für den rhythmischen Part in Form von Sprechgesang zuständig ist. Der momentan wohl bekannteste DJ der Welt, Avicii, ist ebenfalls mit von der Partie. Der Belgier sorgt für den richtigen Beat. Einzig der brasilianische Sänger Alexander Pires ist hierzulande noch eher unbekannt. Das könnte sich in diesem Jahr ändern…






Song 3:
"La la la" – Shakira

Der kolumbianische Mega-Star Shakira ist bereits ein alter Hase im Schreiben von WM-Hits. Hat die Sängerin doch schon 2006 ("Hips don\'t lie") und 2010 ("Waka waka") mit den passenden Klängen zum Fußball versorgt. Ihr eingängiger Pop-Samba-Mix könnte schnell zum Ohrwurm werden.

Textlich hat "La la la" zwar nicht allzu viel zu bieten, auffällig ist aber, dass sie über die "blauen, spanischen Augen" eines geliebten Unbekannten singt. Wenn da mal nicht Freund und spanischer Nationalspieler Piqué mit gemeint ist...



Song 4:
"Vida" - Ricky Martin

Ricky Martin ist nach früheren Erfolgen mit Liedern wie "La vida loca" (1999) oder "Maria" (1995) pünktlich zur Weltmeisterschaft in Brasilien mit einem Song zurück. Den hat er jedoch nicht selber geschrieben. Der Song stammt vom Gewinner des "Supersong-Wettbewerbs", den die FIFA und Sony-Music ausgerufen hatten. Singer und Songwriter konnten ihren WM-Song dort einsenden und der Gewinnersong wird von Ricky Martin höchstpersönlich gesungen. Mit "Vida" kehrt Ricky Martin zu alt bewertem Hüftekreisen und Olé-Rufen zurück. Das war ja schon damals recht erfolgreich…



Song 5: "Auf uns" – Andreas Bourani

Der einzige deutsche Beitrag im Voting stammt mit Andreas Bourani von jemandem, den manche wohl schon wieder vergessen hatten. Im Jahr 2011 hatte der Augsburger mit ägyptischen Wurzeln großen Erfolg mit seinem Hit "Alles nur in meinem Kopf".

Sein Lied "Auf uns" ist eine Ode an die Stärke in uns selbst. Jeder besitzt diese Stärke und kann stolz auf sich sein. Hoffen wir, dass das die Jungs von der Nationalmannschaft nach dem Turnier auch von sich behaupten können und ganz Deutschland mit Stolz erfüllen. Andreas Bourani kann schon mal stolz auf sich sein, denn Hitpotenzial hat der eingängige Popsong auf jeden Fall.



Song 6: "La Coupole 2014" – Fabiana Rodriguez

Fabiana Rodriguez ist eine rassige Brasilianerin und liefert mit "La Coupole 2014" einen echten brasilianischen Beitrag zum Voting. In ihrer Heimat ist sie ein Star. Ob sie mit ihrem Hüftschwung und brasilianischen Folklore-Klängen auch die deutschen Fans anstecken kann, bleibt abzuwarten.

Textlich befasst sich Fabiana Rodriguez im Gegensatz zu Shakira nicht nur mit "spanischen Augen", sondern mit allen Natinen, die bei der WM teilnehmen. Viel hat sie über diese Teams nicht zu sagen, aber zumindest werden sie aufgezählt, bevor der eingängige Refrain jeden Brasilianer vom Liegestuhl auf die Straße zum Tanzen reißt.



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