Campinas (dpa) l Portugals Superstar Cristiano Ronaldo ist bereit für das erste WM-Spiel gegen Deutschland. "Ich bin bei 99,9 Prozent", sagte er der portugiesischen Sportzeitung "A Bola" im WM-Quartier im brasilianischen Campinas und äußerte sich damit zum ersten Mal selbst zu seinem Fitness-Zustand.

Aufgrund von Oberschenkel- und Knie-Problemen hatte Ronaldo zu Beginn der WM-Vorbereitung mehr als eine Woche lang nicht mit der Mannschaft trainieren können. Beim 5:1-Testspiel-Sieg gegen Irland am Dienstagabend spielte der Weltfußballer des Jahres von Real Madrid aber bereits wieder 65 Minuten mit.

US-Fußballer haben längsten Reiseweg


Fünf Tage vor seinem Auftaktspiel ist der deutsche Vorrundengegner Ghana in Brasilien angekommen. Die Mannschaft um Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng von Schalke 04 landete am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr Ortszeit in der Küstenstadt Maceió, wo der viermalige Afrikameister sein Teamquartier direkt an der Atlantikküste bezieht.

Beim dritten Gruppengegner USA fürchtet selbst der passionierte "Frequent Flyer" Jürgen Klinsmann um sein Sitzfleisch. "Wir haben den schlimmsten Reiseplan von allen Mannschaften", klagte der ehemalige Bundestrainer.

In der Tat: Die WM der langen Wege trifft die Amerikaner besonders hart - was aber auch an der Wahl des Quartiers liegt. Um von ihrem Trainingscamp in Sao Paulo zu den WM-Spielen in Natal (gegen Ghana), Manaus (Portugal) und Recife (Deutschland) und wieder zurückzugelangen, müssen Klinsmann und Co. über 14.000 Flugkilometer zurücklegen. Im Vergleich dazu wirken die rund 7300 Kilometer der deutschen Nationalmannschaft fast wie Kurztrips.