São Paulo - Fragen an den Niederländer Arjen Robben nach dem 2:0-Sieg gegen Chile bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien.

Der Gruppensieg ist nach dem Erfolg gegen Chile perfekt. Wie schwer war es heute?

Robben: Das war heute super schwer. Ein riesen Kompliment - auch dafür, wie wir miteinander gekämpft und verteidigt haben. Und wie wir noch einige Chancen herausgespielt haben.


Sind Sie gerade in der Form Ihres Lebens?

Robben: Das weiß ich nicht. Das zu beurteilen, überlasse ich gerne anderen. Ich habe ja immer ein bisschen eine andere Meinung. Das habe ich auch schon bei Bayern ein paar Mal gesagt. Es fällt vielleicht jetzt mehr auf, weil ich über lange Zeit fit bin. Wenn ich topfit bin, habe ich meine Kraft und meine Schnelligkeit. Dann fühle ich mich gut auf dem Platz.


Was sagen Sie zu der Kritik der Chilenen, dass Ihre Mannschaft nicht versucht habe, Fußball zu spielen?

Robben: Wir haben teilweise schon ein bisschen Fußball gespielt. Wir haben unsere Taktik so gewählt, denn wir haben gegen Chile gespielt. Das ist eine überragende Mannschaft. Jetzt sind sie zwar Gruppenzweiter, aber die können noch sehr weit kommen. Die haben eine richtig, richtig gute Mannschaft. Alle haben schon vor dem Turnier gesagt, das wird die Überraschung. Heute haben wir live erfahren, warum.


Haben Sie einen Wunschgegner für das Achtelfinale?

Robben: Ich bin der Meinung, es kommt, wie es kommt. Das sage ich auch immer bei Champions-League-Auslosungen. Wir haben unsere Pflicht getan. Das ist das Wichtigste. Darauf können wir richtig stolz sein, aber wir wollen natürlich noch viel weiterkommen. Wichtig ist, dass wir mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. In der nächsten Runde müssen wir wieder voll bei der Sache sein und diese kämpferische Atmosphäre beibehalten.


Trainer Louis van Gaal macht alles richtig?

Robben: Ja. Wenn du gewinnst, machst du immer alles richtig (lacht). Zwei Einwechselspieler machen die Tore. Er weiß, was er tut. Ich kenne ihn und weiß, was er kann. Ich habe vom ersten Tag gesagt, wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir ihm vertrauen und ihm folgen.


Was ist der Unterschied zwischen der Mannschaft von 2010, die ins Finale kam, und der von 2014? Was macht Louis van Gaal anders?

Robben: Du musst immer auf deine Qualitäten schauen, die du in der Mannschaft hast. Das hat der Trainer gemacht. Wir haben in der Vorbereitung in Kevin Strootman einen wichtigen Spieler verloren. Darauf musst du die Taktik ausrichten.