Leipzig l Beim Allstar-Game stand (noch) der Spaßfaktor an erster Stelle, aber jeder in der Handball-Szene weiß, im Juni, wenn Deutschland im Playoff gegen Polen um die Teilnahme an der WM 2015 kämpft, ist Schluss mit lustig. Auch und gerade für Bundestrainer Martin Heuberger, dessen Schicksal mit dem Ausgang eng verknüpft ist, wird es dann ernst.

Für ihn sei jedoch der Ort für das Heim-Rückspiel am 14./15. Juni "von sekundärer Bedeutung", so Heuberger. "Wichtig ist nur, dass ich zu diesem Zeitpunkt eine Mannschaft auf absolutem Top-Niveau habe. Wo wir spielen, ist mir völlig egal."

DHB-Vize Bob Hanning ist es nicht egal. Er hat sich vehement für Magdeburg als Spielort eingesetzt. In Leipzig untermauerte er nochmals seine Präferenz: "Magdeburg ist nach wie vor unser Favorit. Das Publikum ist geschult, begeisterungsfähig, fachkundig und titelerfahren. Die Leute wissen von allein, was in einem solchen Spiel zu tun ist", so der Handball-"Macher", der erklärte, dass es "in den nächsten 14 Tagen zum Spielort eine Entscheidung geben wird".

Auf die Frage, wovon das Votum abhängt, erklärte Hanning: "Von den Rahmenbedigungen. Wenn die alle passen, dann hat Magdeburg das erste Zugriffsrecht." An diesem Punkt droht das Projekt allerdings zu scheitern, denn nach Volksstimme-Informationen sollen sich die Konditionen im Vergleich zu den Länderspielen gegen Slowenien und Ungarn deutlich zum Nachteil des Mitveranstalters SCM geändert haben.