Magdeburg l Gartenträume in Magdeburg oder Party in Madrid? Für SCM-Torhüter Dario Quenstedt war das "absolut keine Frage". Der werdende Vater war angesichts der unmittelbar bevorstehenden Geburt seiner Tochter lieber an der Seite seiner hochschwangeren Ehefrau Katharina geblieben, als mit den Kumpels aus der Mannschaft in Spanien auf Achse. "Eine Geburt ist sicher das emotionalste Ereignis, was es überhaupt gibt. Das wäre ganz schlimm für uns beide, wenn ich das verpassen würde", erklärte der 25-Jährige seinen Reiseverzicht.

Weil sich aber der erste gemeinsame Nachwuchs noch etwas Zeit lässt ("Bis jetzt ist noch alles ruhig, Termin ist ja auch erst der 24. Februar."), nutzten die werdenden Eltern die Ruhe vor dem Sturm, um sich am Sonntagnachmittag auf der Messe "Gartenträume" umzuschauen. "Ein bisschen Blümchen gucken, das entspannt", so Quenstedt, der verrät, dass alle Vorsorgemaßnahmen getroffen sind. "Für den Notfall steht schon eine gepackte Tasche mit Sachen für Mutter und Baby bereit."

Bereit ist auch das Stichwort für Montag, denn dann will der SCM-Keeper, der in Flensburg wegen einer Verletzung passen musste, wieder ins Mannschaftstraining einsteigen: "Ich bin zwar noch nicht ganz schmerzfrei, aber wir werden sehen, was geht und wie ich auf Belastung reagiere", erklärte Quenstedt, der sich beim Training das rechte Knie verdreht hatte. Dabei wurden Kniekehlensehne und Knorpel in Mitleidenschaft gezogen.

Wie sich die Teamkollegen bis Sonntag ohne ihn in Madrid amüsierten, darüber war der Torwart trotz Abwesenheit stets im Bilde. "Ich habe mit dem einen oder anderen telefoniert. Ich glaube, es gibt viel zu erzählen, wenn die Jungs wieder zurück sind", lachte er. "Aber ich gönne es allen, für die Super-Serie haben sie sich die Auszeit verdient." Am Sonntag daheim gegen Hannover soll nun nachgelegt werden: "Klar schaut man mal auf die Tabelle und freut sich über den Punkte-Vorsprung, trotz allem müssen wir auf dem Teppich bleiben und weiterarbeiten."