Der Sieg über den TV Großwallstadt ist abgehakt, da wartet in der "englischen Woche" bereits morgen die MT Melsungen auf den SCM (20.30 Uhr, Rothenbach-Halle, Kassel). Doch auch die Nordhessen haben wie der SCM einige Verletzungsprobleme.

Magdeburg. Ginge es nach Melsungens Linkshänder Alexandros Vasilakis, könnte die Partie gegen seinen Ex-Verein, den SCM, schon heute stattfinden. Denn der Grieche, der nach seinem Vereinswechsel vor Saisonbeginn immer noch recht enge Kontakte zu Andreas Rojewski und Damien Kabengele pflegt, "brennt" auf Revanche für die aus seiner Sicht "ein wenig zu hoch" ausgefallene 29:37-Hinspiel-Niederlage im Dezember. "Wir haben uns in den letzten Spielen deutlich gesteigert", erzählt der 30-jährige Grieche, der zuletzt gegen Frisch Auf Göppingen wegen einer Sprunggelenk-Verletzung pausieren musste, morgen aber "auf jeden Fall" dabei sein will und sagt: "Ich erwarte, dass wir die Punkte in Melsungen behalten."

Gegen Göppingen waren auch Melsungens Rückraumspieler Sanikis und Kreisläufer Klitgaard wegen Verletzungen zum Zuschauen verurteilt. Der Einsatz des Griechen gegen den SCM scheint jedoch wahrscheinlich. Für den Dänen ist nach einer erneuten Meniskusverletzung die Saison beendet. Der Franzose Franck Junillon, der sich im April den Handwurzelknochen gebrochen hat, ist bereits in seine Heimat abgereist und wird nur noch einmal zu seiner Verabschiedung in Melsungen auftauchen.

Nach dem Göppingen-Spiel musste sich Felix Danner zur Untersuchung vor Ort ins Krankenhaus begeben. Der Kreisläufer hatte in der Abwehr einen Schlag auf den Kopf bekommen und war kurzzeitig bewusstlos zu Boden gegangen. Im Gegensatz zu seinem Positionskollegen kann Danner aber morgen wieder dabei sein.

Melsungens Trainer Ryan Zinglersen sieht seine Sieben auf gutem Wege. Der 48-jährige Däne fordert deshalb, gegen Magdeburg müsse das gesamte Team, "vom Torwart bis zum Linksaußen", die gleiche Leistung abrufen wie gegen Göppingen. "Unsere dort gezeigte Spielweise gibt uns das nötige Selbstvertrauen."