Lüneburg / Magdeburg ( bau / kr ). Für Irritationen sorgte die vorzeitige Abreise des SCM beim internationalen Handball-Cup in Lüneburg. Nach dem letzten Spiel gegen Medvedi Moskau ( 26 : 26 / Volksstimme berichtete ) am Sonntag packte der Bundesligist seine Sachen und blieb nicht bis zur Siegerehrung.

" Der Verein hat uns aber bereits am Morgen mitgeteilt, dass er gerne früher die Heimreise antreten und nicht bis zum Abend auf die Siegerehrung warten möchte ", sagte Hartmut Deja, Vizepräsident des ausrichtenden MTV Treubund Lüneburg. Von einem Eklat wollte Deja nicht sprechen. Die Magdeburger selbst hatten gegenüber dem Veranstalter ihre frühzeitige Abreise mit weiteren Terminen und zeitlichen Engpässen begründet.

Der SCM hatte um 12 Uhr seine letzte Begegnung gespielt, die Siegerehrung fand gegen 18. 30 Uhr statt. " Es ist schade, wenn bei der Siegerehrung ein Team fehlt, gerade weil die ein Höhepunkt war ", sagte Deja. Das Turnier, das der MKB Veszprem aufgrund des Torverhältnisses vor dem THW Kiel für sich entschieden hatte, fand zugunsten der Tschernobyl-Hilfe statt.

SCM-Präsident Eckhard Lesse sprach gestern von " clubschädigendem Verhalten " und sagte weiter : " Das verdeutlicht einmal mehr die gegenwärtige Situation beim SCM. "