Burg (ahf/vwo) l Beim TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens sind die Tucheimer beinahe zum Siegen verdammt, um ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt zu wahren.

SV Kali Wolmirstedt (15.) -

Union Heyrothsberge (2.) -

So eindeutig wie die Vorzeichen auf dem Papier aussehen, wird die Aufgabe bei abstiegsbedrohten Ohrestädtern für die Unioner wohl nicht werden. Das Hinspiel in Heyrothsberge endete mit einem 2:2-Unentschieden und die morgigen Gastgeber stellten bereits in der Vorwoche unter Beweis, dass sie zum Stolperstein werden können. In Gnadau verbuchte die Elf von Spielertrainer Marcel Liebscher einen 2:1-Erfolg. "Wolmirstedt ist eine etablierte Mannschaft, der Tabellenstand sagt dabei nicht sonderlich viel aus", so der Trainer des Tabellenzweiten, Torsten Völckel, über den Gegner. Indes können auch die Heyrothsberger mit breiter Brust beim SV Kali antreten, fertigten sie am zurückliegenden Spieltag doch Eintracht Gommern mit 8:2 ab. Doch der Trainer warnt: "Diese Begegnung wird völlig anders, doch wenn wir unser Spiel machen, können wir auch dort Punkte mitnehmen. Leicht wird es allerdings nicht."

Einen vollen Erfolg würden die Gäste sicher gern mitnehmen, zumal Spitzenreiter Zerbst in der vergangenen Woche beim SSV Besiegdas Magdeburg zwei Punkte liegen ließ und die Unioner in der Tabelle wieder Boden gutmachen konnten. "Wir wollen den Abstand nicht wieder größer werden lassen", lautet daher die Vorgabe. Allerdings sind einige SVU-Spieler leicht angeschlagen.

Blau-Weiß Niegripp (8.) -

SSV Besiegdas (6.)

Der Tabellensechste, der in der vergangenen Woche Tabellenführer Zerbst zuletzt ein 1:1 abtrotzte, reist mit vielen Vorschusslorbeeren nach Nie- gripp. Die Blau-Weißen stecken dagegen momentan in einer schwierigen Personalkrise. Schon in der Vorwoche verlor die SG gegen den SV Fortuna Magdeburg II auf recht bittere Weise, weil durch die Verletzung des Kapitäns Thomas Böttcher nur noch zehn Akteure auf dem Feld standen. Coach Joachim Greisner kann nicht wirklich von einer Entspannung in der Personalfrage berichten: "Momentan stehen wir mit zehn Leuten da. Das ist natürlich für ein Heimspiel nicht besonders schön." Auch gegen die Landeshauptstädter wird der etatmäßige Kapitän, der noch auf eine Diagnose über die Schwere seiner Verletzung wartet, nicht auflaufen können. Dafür sind Alexander Reiprich und Marcus Schlüter nach ihren Gelb-Rot- und Gelbsperren wieder mit an Bord. Definitiv ausfallen werden neben Böttcher auch Thomas Eschner und Patrick Rennwald, was die Problematik der ohnehin schon dünn besetzten Offensive nicht gerade erleichtert.

Bangemachen gilt dennoch nicht, wie Greisner kämpferisch bekräftigt: "Wir wollen es nicht so weit kommen lassen, dass wir noch weiter nach unten in der Tabelle rutschen. Natürlich möchten wir unser Heimspiel gewinnen." Nur das Wie wird sich am Sonnabend noch zeigen müssen. Das Hinspiel konnte der SSV mit 2:1 für sich entscheiden.

Eintracht Gommern (13.) -

SC Vorfläming Nedlitz (10.)

Nach dem 3:1 der Nedlitzer über Niegripp reisen sie an diesem Wochenende nach Gommern, das in Heyrothsberge eine ordentliche Abreibung erhalten hat. Für die Eintracht folgen nun mit drei Heimspielen in Folge die "Wochen der Wahrheit". Den Anfang macht der Aufsteiger aus dem Kreis Anhalt-Zerbst, welcher mit 22 Punkten auf Rang zehn rangiert. Die jungen Gommeraner würden ihrem Konto gern drei Punkte hinzufügen, kämen so auf 17 Zähler und würden - vorerst - nicht noch weiter in den Abstiegskampf verwickelt werden.

Dazu müssen sich die Gastgeber allerdings im Vergleich zur Vorwoche mächtig steigern. Personell werden sich wohl keine Änderungen ergeben. Ob diese Tatsache in Anbetracht der herben Niederlage im Derby ein Vorteil ist, wird sich morgen Nachmittag zeigen. Die Eintracht ist jedenfalls fest entschlossen, drei eminent wichtige Punkte in Gommern zu behalten.

G.-W. Kleinmühl./Z. (5.) -

SV Traktor Tucheim (16.)

Nach der knappen Niederlage gegen den SV Fortuna Magdeburg II aus der Vorwoche will das Schlusslicht an seine Leistung anknüpfen und auch die Grün-Weißen aus dem Salzlandkreis ein wenig ärgern. Diese dürften allerdings ein anderes Kaliber als die Landeshauptstädter sein, liegen die Hausherren doch immerhin auf Rang fünf der Tabelle und waren in den Vorjahren stets im Vorderfeld der Staffel II zu finden.

Mut machen dürfte dem SV Traktor die Erinnerung an das Hinspiel. Dieses fiel trotz der bislang besten Saisonleistung nur knapp zu Gunsten des TSV aus. 1:2 hieß es seinerzeit nach Ablauf ausgeglichener 90 Minuten. Will Tucheim die Chancen auf den Klassenerhalt noch wahren, sollten sich die Vorzeichen diesmal umkehren. Der Überraschungssieg des SV Kali Wolmirstedt aus der Vorwoche hat jedenfalls für reichlich Wirbel im Tabellenkeller gesorgt.