Handball l Barleben/Burg (rte/bjr) Die SG Fortschritt Burg hat am Sonntag zwei wichtige Punkte bei Aufsteiger Barleber HC entführt. Mit 36:33 (17:18) setzten sich die Gäste durch und verharren somit auf einen Nichtabstiegsplatz in der 1. Nordliga.

Allerdings gelang dem BHC mit 3:0 ein Start nach Maß. Danach besann sich Burg und kämpfte sich zum 5:4 heran. Ein kleiner Durchhänger der SG wurde nach einer Auszeit korrigiert. Beim 13:12 waren die Burger wieder dran und gingen kurz darauf mit 15:14 in Führung. Durch Unkonzentriertheiten und unnötige Zeitstrafen büßten die Gäste den Vorsprung aber wieder ein. Schlimmer noch: Fortschritt startete sogar in doppelter Unterzahl in die zweite Hälfte.

Kurze Zeit nach Wiederanpfiff standen die Burger zweimal nur zu dritt auf dem Parkett. Zu diesem Zeitpunkt verstrickte sich die SG zu sehr in Diskussionen mit den Schiedsrichtern. Dies nutzten die Barleber jedoch nicht, auch durch den sich steigernden Fabian Wegner im Tor blieben die Burger dran (20:20). Anschließend steigerten sie sich auch in der Abwehr und nutzen ihre Chancen im Angriff besser. Doch Barleben lag beim 24:24 immer noch gleichauf.

Es begann die stärkste Phase der Kurth-Schützlinge. Urplötzlich wurde die schnelle Mitte konsequent bis zum Torerfolg gespielt, zahlreiche Konter gelaufen und die Zuspiele auf Mathias Lange wurden mit einem Torerfolg oder einem Siebenmeter belohnt. Folgerichtig zog Fortschritt zum 27:24 davon. So ging es bis zum 31:28 weiter. Doch wie schon im Spiel gegen den Magdeburger SV 90 kam wieder Hektik auf. Der BHC glich erneut zum 32:32 aus. Doch die Aufholjagd kostete die Heimsieben zu viele "Körner". Die Burger nutzten dies clever aus, zogen dank kraft- sparender Spielweise zum Ende noch einmal die Zügel an und warfen letztlich den 36:33-Erfolg heraus.

"Das waren wichtige Punkte", meinte Coach Hendrik Kurth mit Blick auf Konkurrent HSV Haldensleben II, der überraschend gegen den HV Lok Stendal gewann. "Deshalb bleiben wir auch in den nächsten Spielen unter Zugzwang. Ich bin mir aber sicher, dass meine Mannschaft die nötigen Punkte gegen den Abstieg erkämpfen kann und wir somit die Klasse halten", so der Trainer. Auch für Kurth selbst gilt es, das Gesetz der Serie zu bestätigen: Wann immer er als Trainer an der Seitenlinie wirkte, entschied die SG Fortschritt die Spiele für sich.

Burg: Bünger, Wegner - Katillus (n.e.), Herrmann, Teßmann (10), Barkholz (4), Ebert (5), Wöhe (2), Scholz (1), Lange (9), Weigel (5/5), Winkler (n.e.)

Zeitstrafen: BHC 5 - Fortschritt 6; Siebenmeter: BHC 7/7 - Fortschritt 5/6

Spielfilm: 3:0, 6:5, 11:8, 13:13, 18:17; 20:20, 24:24, 26:29, 32:32, 33:36