Güsen (bjr) l Für Franciska Orth und Eric Steinbrecher stand eine Sache außer Frage: Sie wollten nicht jammern, sondern lieber etwas tun. "Auch die Zukunft des Güsener HC liegt im Nachwuchs. Der ist aber nunmal in den letzten Jahren eher weniger geworden", so Steinbrecher zu den Beweggründen, eine weibliche E-Jugend ins Leben zu rufen. Seit dieser Saison trainiert das Duo ein 14-köpfiges Team. Zur neuen Spielzeit wird es für die jungen Damen ernst: Der GHC will mit einer Mannschaft der Jahrgänge 2004 und jünger im Wettkampfbetrieb starten.

Weil aber auch der Handballgott aber vor die Umsetzung die Ungewissheit gestellt hat, nahm sich das Trainergespann kürzlich einen Nachmittag lang Zeit. Vor den Eltern wurde detailliert erklärt: Warum soll meine Tochter ausgerechnet Handball spielen? Welche Ausrüstung wird benötigt? Was passiert, wenn die Mannschaft mal zwei Spiele in Folge verliert?

Zumindest auf letztere Frage kann wohl erst die neue Nordliga-Saison ab dem Spätsommer eine Antwort liefern. Bis dahin wird der jüngste GHC-Nachwuchs weiterhin behutsam, aber zielstrebig vorbereitet. So steht in nächster Zeit eine Reihe von Turnieren an. Neben regionalen Events wie dem Biederitzer Eiche-Cup geht es dann unter anderem auch nach Berlin zum Lekker-Energie-Cup mit über 50 Teams aus ganz Deutschland. Steinbrecher: "Wir starten erst einmal in der B-Gruppe. Das Ganze soll schließlich Spaß machen."