Biederitz (ihe/ahf) l Die Verbandsliga-Handballer des SV Eiche 05 Biederitz haben ihr Heimspiel gegen die HSG Osterburg völlig unnötig mit 32:33 (21:17) verloren. Steffen Bretschneider war mit 13 Toren abermals bester Schütze beim Gastgeber.

In vielen Gesichtern war nach dem Abpfiff am Sonnabend in der Ehlehalle die Frage zu lesen: "Wie kann ein solches Spiel noch aus der Hand gegeben werden?" Dabei hatten die Hausherren die bis dato noch punktlosen Gäste aus der Altmark die meiste Zeit im Griff.

Im ersten Durchgang setzten sich die Gastgeber nach kurzer Abtastphase aufgrund leichter Ballgewinne schnell auf 7:4 und 11:6 ab. Die Osterburger verkürzten zwar auf 10:13 gegen eine immer wieder anfällige Biederitzer Deckung, sahen sich aber beim 11:17 erneut klar im Hintertreffen. Bis zum Halbzeitpfiff gelang den Gästen die Ergebniskosmetik zum 17:21 gegen eine gut aufspielende SVE-Sieben, die jedoch im Abwehrbereich zu viele Aussetzer hatte.

Auch nach dem Wiederbeginn blieb die HSG mehr oder weniger in Schlagdistanz. Beim 23:21 betrug der Vorsprung lediglich zwei Tore, den die Gastgeber nach 42 Minuten beim 26:22 wieder verdoppelten. Doch es war im SVE-Spiel deutlich erkennbar, dass der Rhythmus von Minute zu Minute verlorenging. Von Ruhe und Sicherheit im Angriffsspiel war spätestens nach 45 Minuten nichts mehr zu sehen. So glich die HSG zum 27:27 aus und legte stets einen Treffer vor.

Nach drei Biederitzer Toren (Robert Gottschalk, Karsten Wolff und Paul Schrader) zur 32:30-Führung (54.) machte sich unter den Zuschauern zwar Zuversicht breit, doch diese war schnell verflogen. Die Gäste, die inzwischen nur auf die Fehler des Gegners warten mussten, glichen durch Dennis Hahne und Sebastian Papendiek zum 32:32 aus. Der nächste Osterburger Angriff wurde durch Marco Schröter unsanft gebremst und führte neben der roten Karte zum Strafwurf. Diesen ließen die Osterburger gegen Andreas Wichmann allerdings ungenutzt. Dennoch waren es die Gäste, die in Person von Philipp Kiebach sieben Sekunden vor dem Abpfiff den umjubelten Schlusspunkt setzten.

"Eine gute Halbzeit reicht ganz einfach nicht aus. Wir zeigen in der entscheidenden Phase keine Cleverness und verfallen in alte Muster", meinte der Biederitzer Trainer Uwe Werkmeister am Sonntag bei der Aufarbeitung. Aber auch das Fehlen vieler Spieler in den Trainingswochen führte Werkmeister als Grund an. "Das spiegelt sich dann natürlich in den Auftritten wieder."

Für die Biederitzer geht es bereits am Freitag, 4. Oktober, um 17 Uhr mit der Begegnung in der 2. Runde des HVSA-Pokals gegen Ligarivale Lok Schönebeck weiter, ehe am Sonnabend, 11. Oktober, beim HV Solpke/Mieste das nächste Verbandsliga-Duell auf dem Programm steht.

Eiche Biederitz: Wichmann, Wetzel - Sonntag (1), Hebestreit, Peters (2), Schnetter (1), Große (4), Bretschneider (13/3), Freistedt (2), Gottschalk (3), Schröter (3), Schrader (2), Wiedon, Wolff (1)

Siebenmeter: SVE 3/4 - HSG 4/8; Zeitstrafen: SVE 2 - HSG 1; Rot: Marco Schröter (60., Foulspiel), Rene Schnetter (60., Unsportlichkeit) - Biederitz