Magdeburg/Burg (rte/ahf) l Das eine gute Abwehrarbeit nicht immer zum Sieg reicht, zeigte die 19:21 (12:8)-Niederlage der SG Fortschritt Burg beim Magdeburger SV 90 in der 1. Handball-Nordliga.

Die Anfangsphase der Partie verlief bis zum 3:3 ausgeglichen. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die Begegnung von den Abwehrreihen bestimmt wird. In den nächsten Minuten verbesserte sich die SG-Defensive, so dass die Ihlestädter zum 7:3 enteilten. Auch danach bestimmte die Fortschritt-Sieben die Partie. Mit gelungenen Eins-gegen-Eins-Situationen und Kontern setzten sich die Burger zum 10:5 ab. Der MSV kam zwar etwas heran, aber es ging mit einem Vier-Tore-Plus Fortschritt-Sicht in die Kabine.

Nach der Halbzeitpause veränderte sich das Spiel nur unwesentlich. Die Burger konnten bis zum 15:10 ihre Führung souverän halten. Doch danach stellte der Angriff seine Arbeit ein. Zwar wurden durch die Abwehr und einen wieder einmal starken Christian Bünger im Tor viele Bälle gewonnen, jedoch nicht in Zählbares umgesetzt. Da auch die Magdeburger viele Fehler produzierten, blieb es vorerst bei einer Drei-Tore-Führung für Fortschritt.

Den Gästen gelang nun nichts mehr. Nun fand auch der starke MSV-Rückraum immer wieder Lücken in der Fortschritt-Abwehr. Die Partie wurde hektischer und die Kurth-Schützlinge ließen sich von dieser Atmosphäre anstecken. Viele technische Fehler und unkonzentrierte Abschlüsse waren die Folge. So glich der MSV in der 54. Minute zum 18:18 aus und zog bis zum Ende der Partie noch auf 21:19 davon. "Wenn man 15 Minuten kein Tor erzielt, kann man nicht gewinnen. Unsere Abwehr stand zwar wieder sehr gut, aber wir haben es im Angriff nicht auf die Reihe bekommen. Wäre nur die Hälfte der Fehlwürfe im Tor gelandet, hätten wir deutlich gewonnen", resümierte ein enttäuschter SG-Trainer, Hendrik Kurth.

SG Fortschritt Burg: Bünger, Wegner - Katillus, Herrmann (4), Teßmann (2), Barkholz (1), Sommerfeld (5), Wöhe (1), Lange (2), Weigel (4/4), Winkler, Wucherpfennig

Siebenmeter: MSV 3/4 - Burg 4/7; Zeitstrafen: MSV 5 - Burg 3