Oebisfelde (rte/ahf) l Die Handballer der SG Fortschritt Burg unterlagen am Wochenende dem Nordcup-Seriensieger des SV Oebisfelde 1895 IV im Viertelfinale erwartungsgemäß mit 27:32 (11:17). Starke 15 Minuten reichten dem SVO IV, um das Spiel zu entscheiden.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste aus Burg. Beim Stand von 4:2 keimte Hoffnung auf, dass die im Nordcup Unschlagbaren doch schlagbar seien. Dies zeigte sich auch im weiteren Verlauf, da die SG jedoch ihre eigenen Chancen leichtfertig vergab und die sonst so stabile Abwehr Lücken aufwies, gingen die Gastgeber beim 6:5 erstmals in Führung. Bis zur 20. Minute gestaltete sich das Spiel auf niedrigem Niveau ausgeglichen. Die Oebisfelder Auszeit beim 9:8 trug Früchte. Fortan bestimmten die Gastgeber das Spiel und erzielten, den ausgelassenen Großchancen und überhastetetn Abschlüssen der Fortschritt-Sieben geschuldet, einfache Tore. Zu diesem Zeitpunkt zeigten sich die Ihlestädter kampf- und willenlos. Zu viele technische Fehler prägten das Angriffsspiel der Gäste. So warfen die Allerstädter vom 9:8 über die Stationen 14:8 und 15:10 eine 17:11-Halbzeitführung heraus. Dabei zeigte sich die vierte Mannschaft des SVO überraschend schnell und gewohnt kombinationsstark.

Nach dem Seitenwechsel erzielten die Oebisfelder schnell die Vorentscheidung. Beim 21:11 leuchtete auf der Anzeigetafel erstmals eine Zehn-Tore-Führung und diese hatte auch beim 24:14 noch Bestand. Die SG Fortschritt präsentierte sich im Angriff zu ideenlos und verunsichert gegenüber der kompakten Abwehr des SVO. Dennoch gaben sich die Ihlestädter zu diesem Zeitpunkt nicht auf. In der Schlussviertelstunde nahm Oebisfelde das Tempo zurück, sodass die Gäste Tor um Tor aufholten. Teilweise wurden die Gastgeber mit vier SG-Spielern ausgekontert. So entschied die Sieben von Trainer Hendrik Kurth die zweite Halbzeit doch noch für sich und gestaltete das Ergebnis von 27:32 noch etwas versöhnlicher.

"Wir haben unser Potenzial Ende der ersten Halbzeit nicht abgerufen und jede Menge Chancen liegenlassen, das ärgert mich, zumal die Oebisfelder nicht um Längen besser waren. Natürlich ist mir klar, dass sie in der zweiten Halbzeit Tempo rausgenommen haben, aber trotzdem gaben sich meine Jungs nie auf und haben bis zum Schluss gekämpft", resümierte Fortschritt-Coach Kurth nach dem Nordcup-Aus. Nun heißt es für die Burger, die positiven Akzente aus dem Pokalspiel mitzunehmen und dann im neuen Jahr in der 1. Nordliga wieder neu anzugreifen. Am Sonntag, 18. Januar 2015, gastieren die Rangzweiten Ihlestädter beim Barleber HC, der gegenwärtig auf Platz sechs der Tabelle steht. "Mit Barleben und Klötze (am 24. Januar) haben wir noch eine Rechnung offen und wollen um jeden Preis vier Punkte einfahren", so Kurth kämpferisch.

SG Fortschritt Burg: Bünger, Wegner - Katillus, Herrmann, Teßmann (11/5), Barkholz (1), Wöhe (2), Scholz (1), Lange (8/2), Weigel (2/2), Winkler, Wucherpfennig (2)

Siebenmeter: SVO 1/2 - Burg 9/12; Zeitstrafen: SVO 3 - Burg 2; Rot: Thomas Müller (SVO, 38.)