Der Burger VC hat es verpasst, in heimischer Halle seine Weiße Weste zu wahren. Die Chance gegen den Zweiten der Volleyball-Landesoberliga, den MTV Wittenberg, war durchaus vorhanden, doch die zu hohe Fehlerquote mündete gestern Nachmittag in einer 2:3 (-18, 18, -22, 22, -5)-Niederlage.

Burg l Ein favorisiertes und routiniertes Team wie den MTV bezwingt man nur, wenn man kämpferisch 100 Prozent gibt. Drei Sätze lang war dies dem BVC über weite Strecken gelungen. "Unsere Taktik ist ganz gut aufgegangen", erklärte Spieler Sebastian Behr. Mit den Aufschlägen sollten die Außen der Gäste wie Sebastian Kluge unter Druck gesetzt werden. Mit einem gut aufgelegten Alexander Behr, der nicht nur im Angriff für wichtige Punkte sorgte, sondern auch in der Feldabwehr mit Einsatz und Übersicht hervorstach, gelang den Burgern der Gewinn der Sätze zwei und vier.

Und auch der Sieg in Durchgang eins wäre möglich gewesen, hatte der MTV den Gastgeber augenscheinlich unterschätzt und mit dem jungen Zuspieler Tim Becker begonnen. Dessen Pässe waren zuweilen ungenau und die Angriffe daher eine leichte Beute des BVC-Blocks. Doch aufgrund zu vieler Aufschlagfehler mussten sich die Gastgeber im Endspurt geschlagen geben.

Im zweiten Durchgang verletzte sich Hendrik Kliefoth an der Patellasehne, musste ausgewechselt werden. Da Sören Lambrecht nicht seinen besten Tag hatte, lief vieles über Alexander Behr, der das Vertrauen mit vielen Punkten und gutem Einsatz zurückzahlte, beispielsweise den wichtigen Angriff zum 23:20 im vierten Satz "versenkte". Wittenberg schickte in der Folge seine erfahrenen Spieler wie Zuspieler Thomas Aleite und Außenangreifer Mario Mollenhauer aufs Parkett, doch der BVC hatte sich längst in die Partie gekämpft und den Punktgewinn beim 2:2-Satzausgleich verdient.

Die Freude darüber hielt zu lange an, die Anspannung war zum Start in den fünften Durchgang aus den Köpfen gewichen. "Wir haben uns zu lange mit dem Punktgewinn beschäftigt", gestand auch Sebastian Behr ein. "Wir hatten aber auch keine Kraft mehr." Wittenberg hingegen legte noch einmal zu, erzeugte im Aufschlag viel Druck, "kratze" die zuweilen harmlosen Angriffe in der Abwehr hoch und enteilte sehr schnell zum 5:2, 9:3 und 11:4. "Sicherlich war es etwas schade, dass wir nicht mehr dagegenhalten konnten. Aber wir freuen uns sehr, dass wir einen Punkt in der Halle behalten konnten."

Burg: Hagendorf, Raab, A. Behr, Kliefoth, S. Behr, Lambrecht, Sieber, Müller, Baldeweg, Pukall, Graßhoff

Wittenberg: Zischkale, Mollenhauer, Schenke, Becker, Fleischer, Jonas, Kluge, Aleithe, Hahn, Hainich