Güsen/Gommern (ahf) l In einem rassigen Landesklass-Derby sicherten sich die Fußballer des SV Germania Güsen einen verdienten 2:0 (0:0)-Heimsieg über den SV Eintracht Gommern, der weiter auf Tabellenplatz 15 feststeckt.

Ob sich Christopher Kopp und Tom Sindermann nach der Partie noch etwas zu sagen hatten, ist nicht bekannt. Auf dem Platz schienen sie sich jedenfalls gesucht und auch oft genug gefunden zu haben. Der Gäste-Kapitän und der Vorbereiter zum Führungstreffer standen während der 90 Minuten jedenfalls symbolisch für ihre jeweiligen Teams. Vom Austausch diverser verbaler Nettigkeiten über gehörigen Körpereinsatz bishin zum unschönen Einsatz von ausgestreckten Beinen und Ellenbogen war alles zu beobachten.

Spielerisch hatte die Partie, da sich beide Mannschaften nicht den kleinsten Zentimeter Raum gönnten, deshalb in der ersten Hälfte außer einigen wenigen Halbchancen und einem Lattentreffer von Güsens Robert Schüßler kaum etwas zu bieten. Die Eintracht war besonders auf die Defensive bedacht und stand den Hausherren bereits bei der Ballannahme auf den Füßen. Nach vorn verlegten sich die Gäste auf Nadelstiche, die allerdings selten gefährlich wurden. "Gommern war uns in den Zweikämpfen überlegen und dadurch fanden wir schwer ins Spiel", resümierte Germanias Trainer Hartmut Kober treffend.

Nach der Pause änderte sich das Bild. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Tobias Pohl die Führung auf dem Fuß, die Andreas Hoffmann aber noch verhindern konnte. Die Gastgeber setzten sich zunehmend in der Gommeraner Hälfte fest. Doch die Eintracht wusste ihre Nadelstiche zu setzen. So musste Andre Meier im Tor der Güsener zweimal außerhalb des Strafraums Kopf und Kragen riskieren, um einen Treffer der Gäste zu verhindern.

Eine Kopp`sche Koproduktion brachte die Germania in Front. Christopher brachte einen Eckstoß zielgenau auf den Kopf von Eric, der SVE-Keeper Hoffmann mit dem wuchtigen Ball keine Chance ließ (62.). Christian Vormeister machte mit seinem Treffer zum 2:0 in der 84. Minute den Sack zu und ließ allen SVG-Beteiligten endgültig einen Stein vom Herzen fallen. "Wir haben im zweiten Durchgang mehr über die Außen gespielt, nie den Glauben verloren und uns dafür auch belohnt", freute sich der Güsener Coach zu Recht.

Germania Güsen: Meier - Henning, T. Lamprecht, Schüßler, Pohl, F. Lamprecht (85. Huth), Vormeister, Bonitz, Buchheim, C. Kopp, E. Kopp (Golz)

Eintracht Gommern: Hoffmann - Weber, Hildebrand, Simon, Avdyli, Namshaa, Christel, Musliu, Sindermann, Schaffrath, Steinke (66. Wittpahl)

Tore: 1:0 Eric Kopp (62.), 2:0 Christian Vormeister (84.); SR: Elfi Schwander (Rossau), Thomas Podas, Tino Möhring; ZS: 52